Saarland:
Tempo für Breitband-Bauanträge


[18.3.2024] Im Saarland beginnt der Roll-out des bundesweiten Breitbandportals, mit dem das Genehmigungsverfahren für den Glasfaserausbau beschleunigt werden soll. Kommunen erhalten Landesmittel für Einrichtung und Betrieb des Portals, der Zweckverband eGo-Saar unterstützt bei der Technik.

Im Saarland beginnt der Roll-out des Breitbandportals, mit dem das Genehmigungsverfahren für den Glasfaserausbau beschleunigt werden soll. Das Breitbandportal des Bundes soll Beantragung und Genehmigungsprozesse beim Breitbandausbau erheblich vereinfachen: Nur 90 Minuten sollen dank des automatisierten Verfahrens zwischen Breitband-Bauantrag und der Genehmigung für die erforderlichen Tiefbauarbeiten liegen. Auf diese Weise soll der Infrastrukturausbau stark beschleunigt werden (wir berichteten). Das digitale Angebot wurde von Hessen und Rheinland-Pfalz als OZG-Leistung gemeinsam mit dem IT-Dienstleister ekom21 entwickelt. Nun startet der Roll-out im Saarland, wie das dortige Digitalministerium berichtet. Digitalminister Jürgen Barke hat das Portal gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar den Kommunen des Landes vorgestellt und für dessen Nutzung geworben: „Mit der Einführung des digitalen Breitbandportals werden wir dieses wichtige Genehmigungsverfahren modernisieren. Ich bin mir sicher: Die Vorteile der Software – technisch, aber auch als Wettbewerbsfaktor für Investitionen im Saarland – werden die Kommunen davon überzeugen, das Breitbandportal einzuführen. Damit machen wir den Glasfaserausbau insgesamt noch effizienter“, erklärte Barke.

Kommunen werden bei der Anbindung unterstützt

Das Land stellt 200.000 Euro zur Verfügung, um jeder Kommune in den ersten drei Jahren die Nutzung des Portals zu finanzieren. Mit der Förderung soll nicht nur die Einrichtung, sondern auch der Betrieb der Software ermöglicht werden. Darunter fallen Kosten für die Verwaltung des Portals sowie Service- und Wartungskosten. Neben Fragen der Finanzierung wurde mit den saarländischen Städten und Gemeinden beim gemeinsamen Termin darüber gesprochen, wie die Einführung des Breitbandportals erfolgreich gestaltet werden kann und wie die nächsten Schritte für die einzelnen Kommunen aussehen. Der Zweckverband eGo-Saar wird die saarländischen Kommunen bei der technischen Anbindung und der erforderlichen Infrastruktur des Breitbandportals unterstützen. Auch das Land Hessen und die Gemeinde Schmelz brachten ihre Erfahrungen als Entwicklerland beziehungsweise als Pilotgemeinde in die Veranstaltung ein.
Das Saarland ist das vierte Bundesland, welches das Breitbandportal in der Fläche ausrollt. Damit gehöre es als einer der ersten Nachnutzer zu den Vorreitern bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren im Breitbandausbau und damit auch bei der Verwaltungsdigitalisierung, sagt Hessens Digitalstaatssekretär Stefan Sauer. Sechs weitere Länder bereiten die Nachnutzung derzeit vor. (sib)

https://www.breitband-portal.de
https://www.saarland.de/mwide/DE/home

Stichwörter: Breitband, ekom21, Saarland, Breitbandportal

Bildquelle: breitband-portal.de

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Berlin: Markterkundung für den Gigabit-Ausbau
[24.5.2024] Die Gigabit-Förderung des Bundes ging im April in eine neue Runde. Mit Markterkundungsverfahren, sollen konkrete Förderbedarfe und -gebiete im Vorfeld erhoben werden. In Berlin startet jetzt das größte Markterkundungsverfahren in der Geschichte der Bundesförderung. mehr...
Berlin soll bis 2028 flächendeckend mit Glasfaser erschlossen sein. Auch in der Metropole wird es ohne Förderung nicht gehen. Die Markterkundung läuft jetzt an.
Landkreis Karlsruhe: Kooperationen statt Doppelausbau
[23.5.2024] Der Landkreis Karlsruhe hat einen Weg gefunden, der einen Doppelausbau der Glasfaserinfrastruktur vermeidet. Dabei werden geförderter Ausbau durch den Landkreis und eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen kombiniert. Diese nutzen die bereits geschaffene Infrastruktur mit. mehr...
Der Landkreis Karlsruhe hat einen Weg gefunden, der den Doppelausbau der Infrastruktur für den Glasfaserausbau vermeidet
Münster: Kostenlos surfen am Hafen
[23.5.2024] Am Stadthafen Münster kann jetzt kostenlos im Internet gesurft werden. Realisiert wurde das WLAN-Angebot von der Stadt Münster gemeinsam mit den Stadtwerken und der VR Bank Westfalen-Lippe. Die Testphase läuft zunächst ein Jahr.  mehr...
Start des WLAN-Projekts am Stadthafen Münster
Glasfaserausbau: Allianz für Open Access
[15.5.2024] Um den Glasfaserausbau zu beschleunigen, haben die vier Kommunikationsinfrastruktur-Unternehmen Deutsche GigaNetz, DNS:NET, Infrafibre Germany und Eurofiber Netz eine Absichtserklärung für eine neue Allianz unterzeichnet. Vom Open-Access-Modell können sowohl der deutschlandweite Infrastrukturausbau als auch die Verbraucher profitieren. mehr...
Frankfurt am Main: Public WLAN gestartet
[10.5.2024] Das Frankfurter Public WLAN ist jetzt gestartet. Die Accesspoints sind an Hauptwache und Konstablerwache sowie auf dem Römerberg installiert. Ein weiterer Zugang am Paulsplatz soll folgen. mehr...
Frankfurter Public WLAN unter anderem auf dem Römerberg gestartet.