Ingolstadt:
Bürgerbeteiligung digitalisieren


[19.3.2019] Ihre Bürgerbeteiligungsformate will die Stadt Ingolstadt um digitale Angebote ergänzen. Chatbots, Augmented und Virtual Reality sowie ein virtuelles Bürgerbüro sollen auf Einsatzmöglichkeiten und Potenziale geprüft werden.

Ingolstadt will bei der Bürgerbeteiligung vermehrt digitale Formate anbieten. Die Stadtverwaltung Ingolstadt bietet Bürgern eine Reihe von Möglichkeiten, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Basis hierfür ist ein Konzept, das der Stadtrat im Juli 2017 verabschiedet hat (wir berichteten). Zuvor hatte die Kommune in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in einem Bürgerbeteiligungsverfahren entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet. Ergebnisse daraus waren nach Angaben der bayerischen Stadt unter anderem die Einrichtung einer zentralen Homepage zur Bürgerbeteiligung, eine laufend aktualisierte Vorhabenliste mit allen größeren Projekten im Stadtgebiet sowie die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle im Sachgebiet Bürgerbeteiligung im Hauptamt. Für die Koordination ist die neue Bürgerbeteiligungsbeauftragte Melanie Rosenplänter zuständig.
Die stellvertretende Leiterin des Hauptamts sagt: „Ziel meiner Arbeit wird es sein, den lebendigen Dialog mit unseren Bürgern fortzuführen und den hohen Standard der Bürgerbeteiligung in Ingolstadt weiter auszubauen.“ Zu den direkten Kommunikationsmöglichkeiten sollen deshalb verstärkt digitale hinzukommen. „Diese Angebote sollen niederschwellig, einfach und smart sein, die bestehenden Möglichkeiten ergänzen und auch neue Nutzer- und Zielgruppen ansprechen. Außerdem können die Bürger noch besser in Entscheidungsprozesse eingebunden werden“, betont Rosenplänter. Oberbürgermeister Christian Lösel ergänzt: „Ich könnte mir zum Beispiel den Ausbau zu einer interaktiven Online-Plattform vorstellen – ein so genanntes virtuelles Bürgerbüro. Großes Potenzial zum Einsatz für die Bürgerbeteiligung bieten auch Augmented und Virtual Reality. Mit 3D-Visualisierungen könnten dann große Bauprojekte erlebbar gemacht werden. Ein weiteres Tool sind Chatbots. Diese Dialogassistenten lernen mit künstlicher Intelligenz dazu und ermöglichen einen leichten, intuitiven Zugang zu Informationen und ersparen die manuelle Suche auf der Homepage oder via Telefon. Es gibt also eine ganze Reihe innovativer Optionen, deren Einsatzmöglichkeiten und Potenziale in einem nächsten Schritt nun geprüft werden müssen.“ (ba)

http://www.ingolstadt.de/buergerbeteiligung

Stichwörter: E-Partizipation, Ingolstadt, Bürgerbeteiligung

Bildquelle: pure-life-pictures/Fotolia.com

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Partizipation
Garching: Plattform für Beteiligung
[5.4.2024] Über eine Beteiligungsplattform verfügt jetzt die Stadt Garching. Sie wurde mit Unterstützung der Initiative demokratie.today eingeführt. Als erstes Projekt wurde das Bürgerbudget vorgestellt. mehr...
Sachsen-Anhalt: Beteiligungsportal gestartet
[3.4.2024] Sachsen-Anhalts Landes- und Kommunalbehörden können ab sofort das Online-Beteiligungsportal des Landes nutzen. Die Plattform, die im Rahmen einer Länderkooperation entstanden ist, eignet sich für formelle und informelle Beteiligungen. mehr...
Sachsen-Anhalt: Online-Beteiligungsportal freigeschaltet.
Dresden: Mobil-O-Mat wurde rege genutzt
[2.4.2024] Anhand des interaktiven Tools Mobil-O-Mat konnten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dresden den Verkehr der Zukunft planen. Mehr als 6.300 Menschen haben diese Beteiligungsmöglichkeit wahrgenommen. mehr...
Magdeburg: Beteiligung mit Wirkung ist online
[27.3.2024] Über Möglichkeiten der Mitwirkung können sich Bürger der Stadt Magdeburg jetzt online informieren. Eine neue Beteiligungsplattform steht in den Startlöchern. mehr...
Kempten: Beteiligungsvorhaben visuell darstellen
[26.3.2024] In Kempten werden ein Bürgerbeteiligungsportal und eine 3D-Darstellung der Stadt verknüpft: So soll ein tieferes Verständnis für komplexe städtische Projekte und deren Auswirkungen ermöglicht und die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden erleichtert werden. mehr...
In Kempten werden ein Bürgerbeteiligungsportal und die 3D-Darstellung der Stadt verknüpft – so werden komplexe Vorhaben besser verständlich.
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich E-Partizipation:
wer denkt was GmbH
64293 Darmstadt
wer denkt was GmbH
leanact GmbH
38106 Braunschweig
leanact GmbH
VertiGIS GmbH
53177 Bonn
VertiGIS GmbH
Aktuelle Meldungen