Kreis Ludwigsburg:
Gemeinsam für LoRaWAN


[15.6.2021] Eine Kooperation für den Aufbau eines LoRaWAN-Netzes haben im Kreis Ludwigsburg verschiedene Partner vereinbart: Der Zweckverband KBL, die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und die Netze BW. Noch vor der Sommerpause soll die Technik zur Verfügung stehen.

Zusammenarbeit für die digitale Zukunft im Kreis Ludwigsburg. Mit vereinten Kräften wollen sie den Kommunen im Kreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg den Schritt in die digitale Zukunft ermöglichen: Der Zweckverband KBL, die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) und die Netze BW haben eine Zusammenarbeit für den Aufbau eines LoRaWAN-Netzes vereinbart. Das teilen jetzt die SWLB mit. Noch vor der Sommerpause soll die Technik zur Verfügung stehen. Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dietmar Allgaier (CDU), sieht in der Kooperation den großen Vorteil, flächendeckend agieren zu können: „Die heute unterzeichnete Vereinbarung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur modernen Kommunalverwaltung. Ich freue mich sehr, dass wir schon bald allen 39 Städten und Gemeinden in unserem Kreis eine wichtige Hilfestellung bei der Digitalisierung ihrer Prozesse bieten können – mit zwei starken Partnern an unserer Seite.“

Sensoren melden Grenzwerte

„Digitale Technologie ist der Schlüssel zur urbanen Infrastruktur von morgen“, ergänzt Zweckverbands-Geschäftsführer Viktor Kostic. „Die Kommunen werden sich zu Smart Citys entwickeln, wofür wir mit dem LoRaWAN die Grundlage schaffen. Das ermöglicht einen technischen Fortschritt, der die Städte und Gemeinden in ihren Bemühungen um die Digitalisierung vieler Handlungsfelder unterstützt.“ Zahlreiche Prozesse lassen sich mithilfe des Funknetzes effizienter gestalten: Ob defekte Straßenlampen, Fernauslesung von Wasserzählern oder der CO2-Gehalt der Luft in Klassenräumen – mit dem LoRaWAN können Mess- und Schaltvorgänge automatisiert gesteuert sowie Informationen oder Warnhinweise übermittelt werden, informieren die SWLB. Die Liste könnte beliebig weitergeführt werden.

Gemeinsames Grundverständnis

Schier unendlich sei die Reihe möglicher Anwendungsfälle im Rahmen des „Internet der Dinge“ oder Internet of Things (IoT). Dort würden die Daten zur weiteren Verwendung durch die Kommunen, beispielsweise über IoT-Plattformen, bereitstehen. Das Prinzip funktioniere auch in umgekehrter Richtung, also für Steuerungen. „Die SWLB bringt sich nicht nur mit ihrem Know-how in Sachen Weitverkehrsnetz ein, sondern auch mit ihren Infrastrukturen. Wir gewähren uns im Rahmen unserer Kooperation gegenseitigen Zugang zu den Gateways der Partner, was sicher keine Selbstverständlichkeit ist“, betont Johannes Rager, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim. „Umso erwähnenswerter ist es, dass wir auch in diesem Punkt recht schnell ein gemeinsames Grundverständnis hatten.“

Große Entfernungen überbrücken

Die Abkürzung LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network und bezeichnet ein großflächiges Netzwerk. Strahlungsarm und energieeffizient kann das Funknetz laut SWLB über weite Entfernungen Messwerte oder die Zustände von Sensoren und Aktoren übertragen. Es brauche nur wenige, in der Regel stationäre Gateways und Funkantennen, die dafür das Rückgrat bilden. Mit Batterien bestückte Sensoren an den zu überwachenden Einrichtungen liefern ihre Informationen über diese Gateways an zwei Netzwerk-Server der Stadtwerke und der Netze BW.

LoRaWAN als Basis

Mit Batterien bestückte Sensoren an den zu überwachenden Einrichtungen liefern ihre Informationen über Gateways an zwei Netzwerk-Server. „IoT eröffnet uns neue Wege zur intelligenten und automatisierten Gestaltung von Arbeitsabläufen. Die Basis dafür ist das LoRaWAN, mit dem die Kommunen Teile ihrer Infrastruktur datenbasiert kontrollieren und steuern können“, erklärt Steffen Ringwald, Geschäftsführer der Netze BW. „Intern bezeichnen wir diese Technik auch als Funknetz der Zukunft. Wir freuen uns, den Weg mit unseren Partnern gemeinsam zu gehen.“
„Ein Konnektierungssystem wie LoRaWAN bietet Kommunen in selbstbestimmter Flächenabdeckung ein riesiges Spektrum an realisierbaren Smart-City-Applikationen“, ist Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWLB, überzeugt und ergänzt: „Wir können die unterschiedlichsten Anwendungsfälle abbilden und über smarte Technologien sowohl intelligentes städtisches Leben ermöglichen als auch die Lebensqualität steigern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir kennen heute erst einen Bruchteil dessen, was morgen schon über das Hirn des Netzwerks, die IoT-Plattform, möglich sein wird. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit.“ (co)

https://www.landkreis-ludwigsburg.de
https://www.swlb.de
https://zvkbl.de
https://www.netze-bw.de

Stichwörter: Smart City, Netze BW, Kreis Ludwigsburg, Zweckverband KBL, Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB), LoRaWAN, IoT

Bildquelle v.o.n.u.: SWLB, Kreis Ludwigsburg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Potsdam: Brandenburgs Landeshauptstadt wird smart
[27.7.2021] Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam hat sich beim BMI erfolgreich für die dritte Staffel der Modellprojekte Smart Cities beworben. Die Bewerbung wurde mit den Stadtwerken und anderen kommunalen Unternehmen sowie Potsdamer Wissenschaftseinrichtungen erarbeitet. mehr...
Potsdam zählt zu den vom BMI geförderten Smart-City-Modellprojekten.
Heidenheim / Aalen: Gemeinsame Smart-City-Website
[26.7.2021] Mit einer gemeinsamen Smart City Website laden Aalen und Heidenheim zum Mitmachen ein. Die Plattform soll die Beteiligung auf digitalem Weg erleichtern und wartet mit umfassenden Informationen rund um das interkommunale Modellvorhaben auf. mehr...
Startschuss für die neue Smart-City-Plattform.
Bayern: Smart-City-Wettbewerb kürt Sieger
[26.7.2021] Im Ideenwettbewerb „Kommunal? Digital!“ des bayerischen Digitalministeriums wurden Lösungen gesucht, die zur nachhaltigen Entwicklung von Kommunen beitragen können. Nun steht fest, welche zehn Projekte mit Unterstützung des Preisgelds umgesetzt werden können. mehr...
Würzburg: Millionenförderung für Modellregion
[22.7.2021] Würzburg hat sich mit dem Konzept stadt.land.smart erfolgreich um eine Förderung im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities beworben. Ab Herbst will die Stadt gemeinsam mit dem zugehörigen Landkreis nun diverse smarte Projekte angehen. mehr...
Würzburg ist Smart-City-Modellkommune.
Modellprojekte Smart Cities: Teilnehmer der dritten Staffel
[19.7.2021] Die Teilnehmer der dritten Staffel der Modellprojekte Smart Cities stehen fest. 94 Städte, Kreise, Gemeinden und interkommunale Kooperationen haben sich beworben. 28 Projekte wurden nun als BMI-Modellvorhaben ausgewählt. mehr...
Modellprojekte Smart Cities: Die Teilnehmer der dritten Staffel stehen fest.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 7/2021
Kommune21, Ausgabe 6/2021
Kommune21, Ausgabe 5/2021
Kommune21, Ausgabe 4/2021

MACH AG
23558 Lübeck
MACH AG
ISGUS GmbH
78054 Villingen-Schwenningen
ISGUS GmbH
con terra GmbH
48155 Münster
con terra GmbH
Aktuelle Meldungen