Dortmund:
Truck sammelt Daten für bessere Straßen


[13.5.2024] In Dortmund sammelt ein mit moderner Technik ausgestatteter Truck der Bergischen Universität Wuppertal Daten über den Zustand der Straßen. Das soll die Stadt dabei unterstützen, Sanierungsprojekte künftig frühzeitig zu planen.

Dieser Truck ist seit Ende April in Dortmund unterwegs, um Daten zum Straßenzustand zu sammeln. In welchem Zustand sind Dortmunds Straßen? Wo befinden sich Schäden, und um welche Schäden handelt es sich genau? Antworten auf diese Fragen soll ein mit modernster Technik ausgestatteter Truck – der so genannte Pavement-Scanner – liefern, der seit Ende April 2024 im Rahmen eines Pilotprojekts des Dortmunder Tiefbauamts mit der Bergischen Universität Wuppertal über die Hauptverkehrsachsen der Stadt rollt. Er tastet mit seinen Messinstrumenten beim Fahren die Straße virtuell ab und ermittelt so deren Zustand.
Wie die Stadt Dortmund berichtet, sieht der einzigartige Scanner dabei auch, was mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. So misst er etwa, wie die Straße mit dem hohen Gewicht eines Lkw zurechtkommt – ermittelt also deren Tragfähigkeit unter Belastung. Zusätzlich erfasse der Truck den Aufbau des Straßenoberbaus und erkenne Unregelmäßigkeiten in den Schichten sowie an der Oberfläche. Der Pavement-Scanner ergänzt nach Angaben der Stadtverwaltung die Methoden des Tiefbauamts, das die Straßen bereits mit Laser-Scan (Eagle Eye) abfährt.
Für die Messungen sind trockenes Wetter und eine Mindesttemperatur von sechs Grad Celsius Voraussetzung. Befahren werden zunächst die Bundesstraßen und -autobahnen im Stadtgebiet, dann folgen Landes- und Gemeindestraßen. Der Truck wird dabei nur auf solche Straßen geschickt, die für die Maße und Gewichte des Einsatzfahrzeugs geeignet sind.
 Die neuen Erkenntnisse sollen der Stadt helfen, frühzeitig auf Straßenschäden zu reagieren, um größere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden: Mithilfe der gesammelten Daten sollen Straßensanierungen künftig gezielt und effizient geplant werden können. Ein weiteres Ziel des Pilotprojekts ist es nach Angaben der Stadtverwaltung, solche Tragfähigkeitsmessungen ergänzend zu den herkömmlichen Methoden künftig in das kommunale Straßenerhaltungsmanagement zu integrieren.
Der Pavement-Scanner wird durch die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium und die Bergische Universität Wuppertal gefördert. (bw)

https://www.dortmund.de
https://www.strassenbau.uni-wuppertal.de/de/pavement-scanner

Stichwörter: Smart City, Dortmund, Uni Wuppertal, Straßenerhaltungsmanagement

Bildquelle: Uni Wuppertal

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
KTS: Wissenstausch mit smarten Städten
[21.5.2024] Die Koordinierungs- und Transferstelle der Modellprojekte Smart Cities unterstützt auch Kommunen und Regionen, die nicht Teil des Förderprogramms sind. Eine Serie von Peer-Learning-Veranstaltungen soll Smart-City-Wissen vermitteln, Erkenntnisse aus smarten Modellkommunen teilen und die Vernetzung fördern. mehr...
Kaiserslautern: Radarsensoren für mehr Verkehrssicherheit
[14.5.2024] Im Rahmen des Projekts Smart City Infrastructure erprobt die Stadt Kaiserslautern den Einsatz von Radarsensoren für die Verkehrssicherheit. Die Sensordaten werden vernetzt und erstellen mithilfe von Edge Computing ein Abbild der Verkehrslage. Dieses soll helfen, Gefährdungen im Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen. mehr...
In Kaiserslautern soll vernetzte Radarsensorik künftig für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
Halle (Saale): Digitales Modellprojekt im Gesundheitsamt

[14.5.2024] Die digitale Transformation des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Halle (Saale) ist auf die Zielgerade eingebogen – bis September dieses Jahres soll das Modellprojekt, für das die Stadt mit den Unternehmen EWERK und GISA zusammenarbeitet, abgeschlossen sein. mehr...
Stadt Halle (Saale) will im Herbst das Modellprojekt für ein digitales Mustergesundheitsamt abschließen.
Kreis Hof: Stadtplanung in der virtuellen Realität
[8.5.2024] Gemeinsam mit der Hochschule Hof arbeitet das Smart-City-Team des Landkreises Hof an einer Virtual-Reality-Anwendung. Durch die Simulationen soll den Bürgern das Thema nachhaltige Stadtplanung nahegebracht werden. mehr...
Eine neue Simulation der Hochschule Hof im Rahmen des Smart-City-Projekts des Landkreises ermöglicht es den Bürgern künftig, ihre Lieblingsplätze virtuell und nachhaltig zu gestalten.
Digitale Zwillinge: Vielfältige Möglichkeiten Bericht
[7.5.2024] In zahlreichen Städten wird bereits an der Umsetzung eines Digitalen Zwillings gearbeitet – dabei werden die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten erprobt. Von den gesammelten Erfahrungen können auch andere Kommunen profitieren. mehr...
Würzburg: Blick auf die virtuelle Festung von der Alten Mainbrücke aus.
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
IT-Guide Plusd.velop AG
48712 Gescher
d.velop AG
ISGUS GmbH
78054 Villingen-Schwenningen
ISGUS GmbH
GELAS GmbH
71332 Waiblingen
GELAS GmbH
Aktuelle Meldungen