Jena:
Digitale Modellregion


[2.5.2018] Jena will als Smart-City-Modellregion die Digitalisierung ausbauen und in unterschiedlichste Bereiche der Stadt integrieren. Eine Acht-Punkte-Strategie gibt den Fahrplan vor.

Oberbürgermeister Albrecht Schröter (l.) und Minister Wolfgang Tiefensee stellen Acht-Punkte-Strategie für die Smart City Jena vor. Die Vision einer Smart City Jena wollen das Land Thüringen und die Stadt Jena voranbringen. Wie die Thüringer Kommune mitteilt, haben Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Oberbürgermeister Albrecht Schröter jetzt eine acht Punkte umfassende Strategie für eine künftige digitale Modellregion vorgestellt. „Digitalisierung ist eins der großen Zukunftsthemen“, erläutert Oberbürgermeister Schröter. „Dieser Herausforderung stellt sich die Stadt Jena. Auch wenn wir bereits einiges erreicht haben, gibt es noch viel zu tun. Hierzu gehören nicht nur der dringend nötige Breitband-Ausbau in allen Jenaer Ortsteilen, sondern zum Beispiel auch ein öffentliches WLAN in der Stadt und ein digitales Verkehrsleitsystem mit dem Staus vermieden werden und die Parkplatzsuche vereinfacht wird.“
Die Strategie sieht unter anderem vor, dass die Basis für ein flächendeckendes Gigabit-Netz geschaffen wird. Es sollen die Grundlagen für die digitale und informatorische Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich entstehen, ein digitales Parkleitsystem aufgebaut und Verkehrsleitrechner sowie Lichtsignaltechnik erneuert werden. E-Government ist ein weiterer der acht Strategiepunkte. Wie die Stadt mitteilt, sollen digitale Verwaltungs- und Serviceangebote im Bürger- und Unternehmensservice-Portal auf- und ausgebaut werden. Im Bereich digitales Baustellen-Management ist eine Plattform geplant, die Verwaltung und Bürger über Großbaustellen in der Stadt informiert. Außerdem will Jena eine Kooperationsplattform für die Zusammenarbeit der Stadt mit und in Fachgremien, Bürgern, Ausschüssen und Arbeitsgruppen aufbauen. Eine weitere digitale Plattform soll für das Kongress-Management entstehen.

Fördermittel in Aussicht

„Gemeinsam wollen wir Jena zur digitalen Modellregion Thüringens entwickeln. Mit der Acht-Punkte-Strategie der Stadt gibt es dafür jetzt einen klaren Fahrplan“, sagt Minister Wolfgang Tiefensee. „Das ist die Voraussetzung, um von den Fördertöpfen des Landes zu profitieren. Wir stehen bereit, um das Vorhaben zügig voranzubringen.“ Im ersten Schritt stellt das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft bis Ende 2019 Fördermittel von rund 75.000 Euro in Aussicht, heißt es vonseiten der Stadt. Das Geld sei beispielsweise dazu gedacht, einen Aktionsplan oder eine Umsetzungsstrategie mit konkreten Vorhaben zu entwickeln. Auch der weitere Breitband-Ausbau ist laut Jena gesichert: Neben den 2,6 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm stellt das Land weitere 2,1 Millionen Euro als Kofinanzierung bereit. In den darauffolgenden Jahren kann die Stadt auf der Grundlage des vorgestellten Konzepts in weiteren Bereichen – zum Beispiel Wirtschaft, Wissenschaft, Schule, Energie, Mobilität, Breitband- und WLAN-Ausbau – Fördermittel einwerben.
Zusätzliche Unterstützung erwartet Minister Tiefensee von der Bundesebene, wo im Digitalisierungsbereich neue Initiativen und Programme gestartet werden sollen. Daran ließe sich mit dem Jenaer Konzept hervorragend anknüpfen. „Die Zeit ist günstig“, erklärt der Minister. „Von Land und Bund kommt frischer Rückenwind für die Digitalisierung. Mit seiner Smart-City-Offensive hat Jena rechtzeitig die Segel aufgespannt, um diesen Wind zu nutzen.“ (ve)

http://www.jena.de

Stichwörter: Smart City, Jena, Thüringen

Bildquelle: Stadt Jena / Kristian Philler

Druckversion    PDF     Link mailen


Advantic
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Ulm: Startsignal für die Zukunftsstadt
[22.7.2019] Ulm ist mit seinem Projekt „Nachhaltigkeit digital gestalten – Internet der Dinge für alle“ eine der ausgewählten Kommunen im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt 2030“. mehr...
Ulm macht sich auf den Weg zur Zukunftsstadt 2030.
Smart Cities: Der Weg ist das Ziel
[16.7.2019] Unter den 13 vom Bundesinnenministerium ausgewählten Modellprojekten Smart Cities finden sich auch die Vorhaben der Städte Arnsberg und Ulm. Mönchengladbach hat sich im Wettbewerb zwar nicht durchsetzen können, sieht in der Absage aber eine Motivation, die Smart-City-Bestrebungen zu intensivieren. mehr...
Von Smart-City-Vorreitern können auch andere Städte profitieren.
KIK-S / regio iT: In Kooperation zum LoRaWAN
[12.7.2019] Stadtwerken und Kommunen einen schnellen Einstieg in das Thema LoRaWAN ermöglichen, wollen die Stadtwerke-Kooperation KIK-S und der IT-Dienstleister regio iT. Das soll den Weg hin zur Smart City ebnen. mehr...
Smart Cities: 13 Modellprojekte stehen fest
[11.7.2019] In drei Kategorien sind jetzt die ersten 13 Modellprojekte Smart Cities ernannt worden. Rund 100 Kommunen aus ganz Deutschland hatten sich mit ihren Vorhaben beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat beworben. mehr...
Wie der digitale Wandel einer Stadt zum Nutzen der Menschen vor Ort gestaltet werden kann, sollen die Modellprojekte Smart Cities zeigen.
Braunschweig: Smart City bleibt das Ziel
[11.7.2019] Braunschweig zählt nicht zu den Städten, die vom Bundesinnenministerium als Modellprojekt Smart City ausgewählt wurden. Die niedersächsische Stadt wird ihre Smart-City-Pläne dennoch verwirklichen. mehr...
Weitere FirmennewsAnzeige

SMART CITY SOLUTIONS: SMART CITY SOLUTIONS part of INTERGEO bringt Inspiration für die Stadt von morgen
[27.6.2019] Umweltfreundlich und effizient soll sie sein – und natürlich lebenswert: die Smart City. Trotz steigender Einwohnerzahlen, immer mehr Verkehr, wachsendem Energiebedarf und einem Mangel an Wohnraum. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Govii UG (haftungsbeschränkt)
06108 Halle (Saale)
Govii UG (haftungsbeschränkt)
WMD Group GmbH
22926 Ahrensburg
WMD Group GmbH
INFOsys Kommunal GmbH
66459 Kirkel-Limbach
INFOsys Kommunal GmbH
Kommunix GmbH
59425 Unna
Kommunix GmbH
Aktuelle Meldungen