Detmold:
Neues Knöllchen-Verfahren


[13.5.2019] In der Stadt Detmold können Ordnungskräfte im Außendienst Verwarnungen jetzt per Smartphone ausstellen. Der Bürger kann die Ordnungswidrigkeit über einen QR-Code abrufen.

Zwei Überwachungskräfte der Stadt Detmold zeigen die alte und neue Technik: Bisher mussten die Verwarnungen über ein schweres Gerät inklusive Drucker ausgestellt werden (rechts), jetzt reichen Smartphone und Kartenblock (links). Wer in Detmold falsch geparkt hat, findet keinen personalisierten Ausdruck mehr an seiner Windschutzscheibe, sondern eine mit einem QR-Code bedruckte Karte. Dafür sorgt das vom Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) bereitgestellte Ordnungwidrigkeitsverfahren WiNOWiG. Wie der IT-Dienstleister mitteilt, können Verkehrsteilnehmer über den Scan des QR-Codes sowie die Eingabe der auf der Karte abgedruckten Kennung die Ordnungswidrigkeit einsehen sowie Informationen zum Verwarngeld erhalten. Außerdem können die Betroffenen über die Eingabe der Internet-Adresse sowie der Kennung das Verwarngeld direkt von zu Hause aus bezahlen. Auch für die Ordnungskräfte im Außendienst bedeute die Lösung eine Arbeitserleichterung: Sie müssen keine schweren Geräte mit integriertem Drucker mehr tragen, sondern können die Verwarnung über ein Smartphone ausstellen und gegebenenfalls um Fotos ergänzen.
Das Online-Knöllchen ist laut dem kommunalen IT-Dienstleister ein Kompromiss zwischen papierloser Verwarnung am Fahrzeug und traditionellem Knöllchen. Mit diesem Verfahren könne die Erfassungsquote gegenüber dem klassischen Strafmandat deutlich gesteigert und die Bürgerfreundlichkeit verbessert werden. Immer mehr Kunden – auch außerhalb des krz-Verbands – nutzten dieses umfassende Angebot zum Ordnungswesen. Die Daten werden nach Angaben des IT-Dienstleisters über eine sichere, verschlüsselte Verbindung an das Lemgoer Rechenzentrum übermittelt. Die tägliche Verarbeitung, wie etwa der Halterabruf beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) oder das Erstellen der Sollstellungen zu der Finanz-Software, verlaufe vollautomatisiert. (ba)

https://www.detmold.de
https://www.krz.de

Stichwörter: Fachverfahren, Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz), Detmold, Ordnungswesen, Ordnungswidrigkeiten, WiNOWiG

Bildquelle: Stadt Detmold

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
krz: Unterlagen per App einreichen
[30.7.2020] Mit der Unterlagen-App des IT-Dienstleisters krz können SGB-II-Antragsteller Unterlagen elektronisch einreichen. mehr...
Vollstreckung: Weniger manuelle Aufwände Bericht
[28.7.2020] Im Kreis Vorpommern-Rügen erleichtert eine Software die Arbeit des Fachdiensts Vollstreckung. Sie sorgt seit Jahren für Überblick über Schuldner- und Forderungsinformationen und reduziert immer wieder manuelle Aufwände – auch für die Mitarbeiter im Außendienst. mehr...
Kreis Vorpommern-Rügen nutzt die Lösung avviso.
Dataport: Digitale Vollstreckung
[17.7.2020] IT-Dienstleister Dataport bietet einen vollständig digitalen Prozess für Amtshilfeersuchen an. Vollstreckungsbehörden in Bremen und Hamburg sind aktuell im Testbetrieb. mehr...
Form-Solutions / Lämmerzahl: Jobcenter entwickeln Antragsassistenten
[15.7.2020] Auf Initiative der Jobcenter Grafschaft Bentheim und Emsland ist in der Arbeitsgruppe „Online-Anträge“ ein intelligenter Antragsassistent für Erstanträge nach dem SGB II entwickelt worden. Daran beteiligt waren die Unternehmen Form-Solutions und Lämmerzahl. mehr...
Kreis Viersen: Pilot für BIM Bericht
[30.6.2020] Der Kreis Viersen appelliert nach den bisherigen Erfahrungen im Pilotprojekt: Building Information Modeling (BIM) muss einfacher werden. Entscheidend sei, dass die kommunalen Bauherren einheitliche Prozesse und Definitionen auch für die BIM-Methode entwickeln. mehr...
Ein Eindruck von Building Information Modeling am Monitor.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 8/2020
Kommune21, Ausgabe 7/2020
Kommune21, Ausgabe 6/2020
Kommune21, Ausgabe 5/2020
Kommune21, Ausgabe 4/2020
Kommune21, Ausgabe 3/2020

Aktuelle Meldungen