E-Payment:
Favorit beim Bezahlen


[13.10.2021] Im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes bedeutet die digitale Zahlungsabwicklung für Kommunen eine Herausforderung. Viele integrieren die Lösung PayPal in ihr Bezahlsystem – so wie Dresden und Berlin.

Gebühren zahlen mit dem Handy. Wenn Rico Rißmann in seiner Heimatstadt Dresden eine Leistung der Kommune bezahlen möchte, greift er nicht mehr zum Portemonnaie, sondern zum Smartphone. Neben Online-Zahlungen per Kreditkarte, Giropay und Paydirekt ist es seit zwei Jahren auch möglich, via PayPal zu bezahlen. Ob den elektronischen Parkschein oder Tickets für die Dresdner Musikfestspiele – beides kann Rißmann mit PayPal bequem und sicher über sein Handy kaufen.
Rico Rißmann ist kein gewöhn­licher Kunde, denn er ist Kassenverwalter der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und das ­E-Payment eines seiner Zukunftsthemen. Vor zwei Jahren integrierte er mit seinen Kollegen über die Plattform ePayBL des Freistaats Sachsen den Zahlungsabwickler PayPal in das Bezahlsystem der Stadt. Zunächst konnten die Dresdner damit die Gebühr für ihr Wunschkennzeichen bezahlen. Mittlerweile sind viele weitere Optionen dazugekommen. Und PayPal ist zum festen Bestandteil der Payment-Strategie Dresdens geworden. „Wenn PayPal als Bezahlmöglichkeit verfügbar ist, wird ein großer Teil der Zahlungen auch damit getätigt“, weiß Kassenverwalter Rißmann.

PayPal unterliegt Datenschutzvorgaben der EU

Einen solchen Erfolg hatten die Payment-Experten der sächsischen Kommune nicht erwartet. „Wir wussten zwar, dass viele Menschen PayPal nutzen. Die Zahlungsstatistiken haben uns dann trotzdem überrascht. Das bestätigt uns in unserer Entscheidung“, sagt Rißmann. Denn zuerst wurde intern debattiert. Zum Beispiel über den Datenschutz. Können mit PayPal die europäischen Vorgaben eingehalten werden? Die Dresdner kamen zu dem Ergebnis: PayPal besitzt schon lange eine luxemburgische Banklizenz, die damit in der gesamten EU gültig ist. Somit unterliegt das Unternehmen den gleichen strengen Datenschutzvorgaben wie alle anderen europäischen Anbieter. Also gab es grünes Licht für den Zahlungsabwickler.
Nicht nur in Dresden ist E-Payment ein wichtiges Thema. Alle deutschen Kommunen sind bis Ende 2022 verpflichtet, viele Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten. Das schreibt das Onlinezugangsgesetz vor. Die Zahlungsabwicklung ist dabei ein wichtiger Punkt. Umso besser, wenn man einen Partner mit Erfahrung hat. Denn Prozessintegrierung und Verwaltung von Zahlungen können sonst zu einer großen Hürde werden.
PayPal beispielsweise bietet auf Kommunen zugeschnittene Dienstleistungen an. Gebühren können monatlich auf Rechnung bezahlt werden. Die Kommunen können zudem bestimmen, wann sie ihr PayPal-Guthaben auf ihr Bankkonto überwiesen haben möchten. Ein Tagesumsatz kann schon am nächsten Morgen automatisch von PayPal überwiesen werden, so machen es etwa Rico Rißmann und seine Kollegen in Dresden. Für die bequeme Verbuchung gibt es Programmierschnittstellen, über welche die PayPal-Umsätze automatisiert weiterverarbeitet werden können. So lässt sich PayPal nahtlos in bestehende Prozesse integrieren.

Wichtiger Baustein der Berliner E-Payment-Strategie

Diese Vorteile nutzt auch die Berliner Verwaltung. Lothar Sattler ist Abteilungsleiter Informations- und Kommunikationstechnik-Steuerung, Digitalisierung der Verwaltung, Bürgerdienste und Ordnungsämter in der Senatsinnenverwaltung. Er verantwortet die Digitalisierung der Verwaltung und ihrer Angebote in der Millionenmetropole. Im November vergangenen Jahres digitalisierte das Team um Sattler die Zahlungen für die Meldebescheinigungen. PayPal ist seither neben Giropay, Lastschrift- und Kreditkartenzahlung eine mögliche Bezahloption. „Rund 70 Prozent der Meldebescheinigungen werden bei uns nun mit PayPal bezahlt“, berichtet Sattler.
Das stützt den Plan von Sattlers Team. „In unserer E-Payment-Strategie zählt vor allem eins: Eine große Reichweite, mit der wir alle Bürgerinnen und Bürger erreichen. Wir bieten den Berlinern gewohnte Zahlungswege an, die sie selbst tagtäglich für andere Dienstleistungen oder beim Online-Shopping benutzen“, sagt Lothar Sattler. Mit 29,1 Millionen aktiven Kunden allein in Deutschland sei PayPal ein wichtiger Baustein der E-Payment-Strategie von Berlin und insbesondere für jüngere Kunden ein modernes Angebot, betont Sattler. In der Bundeshauptstadt steht PayPal bereits bei jeder vierten Online-Verwaltungsdienstleistung, die elektronisch bezahlt werden kann, als Zahlvariante zur Verfügung. Und es sind weitere Anwendungen geplant: von Urkundenbestellungen beim Standesamt bis hin zu Angelkarten.

Kein Mehraufwand

Das Land Berlin nutzt eine eigene PayPal-Schnittstelle. Diese umfasst nicht nur die technische Abwicklung der Bezahlvorgänge, sondern auch die Verarbeitung der PayPal-Transaktionen im Finanzverfahren des Landes. Dadurch entsteht kein Mehraufwand im Vergleich zu üblichen Banküberweisungen. Die Hauptstadt verwendet eine zusätzliche Schnittstelle, damit die Daten der PayPal-Transaktionen täglich automatisch abgefragt und in die Systeme des Landes eingelesen werden können. „Das ist notwendig, damit bezahlte Leistungen auch unmittelbar als abgeschlossen gelten und verbucht werden können“, beschreibt Lothar Sattler den Prozess.
Auch die Gebühren sind für ihn relevant: „In den Kosten gibt es zwischen einer Kreditkarte und PayPal kaum einen Unterschied.“ Das bestätigt sein Kollege aus Dresden. Kassenverwalter Rißmann erklärt: „Mit PayPal sparen wir uns das komplette Forderungsmanagement. Es rechnet sich also schnell.“ Denn wenn eine Kommune PayPal nutzt, muss sie sich nicht wie bei anderen Zahlungsmethoden, die nicht gedeckt sein könnten, um den Einzug des Geldes kümmern.

Steffen Joniak ist Senior Partner Manager bei PayPal DE/AT/CH.

https://www.paypal.com/de
Dieser Beitrag ist im Spezial E-Payment der Ausgabe Oktober 2021 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Payment, PayPal, Dresden, Berlin

Bildquelle: Natee Meepian/stock.adobe.com

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