Thüringen:
Mitarbeit im ZenDIS


[7.6.2022] Als eines der ersten Bundesländer hat der Freistaat Thüringen seine Bereitschaft erklärt, mit dem Bund sowie anderen Ländern im Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) zu kooperieren und jüngst eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Thüringen wird mit dem Bund und anderen Bundesländern im Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung, kurz ZenDiS, zusammenarbeiten. Wie das Thüringer Finanzministerium mitteilt, hat der Chief Information Officer (CIO) des Freistaats, Hartmut Schubert, dazu eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. „Damit ist Thüringen eines der ersten Länder, die sich auf den Weg machen, mehr Open Source in der Landesverwaltung einzusetzen“, so Schubert. „Unser Ziel ist es, bestehende Abhängigkeiten von proprietärer Software sowie mittel- bis langfristige Kosten zu reduzieren.“

Bund, Länder und Kommunen haben im Rahmen eines gemeinsamen Eckpunktepapiers beschlossen, die Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung zu stärken. Ein zentrales Element ist die Diversifizierung und Schaffung von Alternativen zu herstellerabhängiger Software, um insbesondere durch europäische Lösungen und Open Source Software bestehende Abhängigkeiten von einzelnen großen Software-Herstellern aufzulösen. Aktuell fehlt der öffentlichen Verwaltung jedoch eine ebenenübergreifende organisatorische Einheit, welche die Verfügbarkeit leistungsfähiger und skalierbarer Open Source Software sicherstellt, diese an die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung anpasst und deren Einführung beschleunigt.
 Das ZenDIS soll für Bund, Länder und Kommunen künftig diese zentrale Einheit darstellen und durch die übergreifende Koordination und Steuerung von Entwicklungsvorhaben auf Basis von Open Source Software eine deutliche Entlastung bieten, meldet das Finanzministerium. Beispielhaft lasse sich das am voraussichtlich ersten Projekt des ZenDiS – dem Souveränen Arbeitsplatz – verdeutlichen. Bis jetzt wird dieses Vorhaben vom Bundesinnenministerium und 15 Ländern gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport vorangetrieben.
 (bw)

https://www.thueringen.de

Stichwörter: Politik, Digitale Souveränität, Open Source, ZenDIS



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Düsseldorf: Digitalstrategie neu ausgerichtet
[23.4.2024] Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat ihre Digitalstrategie neu ausgerichtet. Einbezogen wurden Anforderungen aus Politik, Wirtschaft und der Stadtgesellschaft sowie Best Practices anderer Kommunen. mehr...
Die Stadt Düsseldorf hat ihre Digitalstrategie neu ausgerichtet.
Thüringen: E-Government-Gesetz wird novelliert
[18.4.2024] Das Landeskabinett Thüringen hat die Novellierung des E-Government-Gesetzes beschlossen. Die interkommunale Zusammenarbeit soll gestärkt und die Abkehr von dem Schriftformerfordernis erleichtert werden – wichtige Schritte, um digitale Verwaltungsleistungen künftig flächendeckend anbieten zu können. mehr...
Eine Novelle des Thüringer E-Government-Gesetzes soll dazu beitragen, dass digitale Verwaltungsleistungen schneller in die Fläche kommen.
Chief Digital Officer: Mädchen für alles Bericht
[9.4.2024] Immer mehr Kommunen richten die Stelle eines Chief Digital Officer (CDO) ein, um für die digitale Transformation gerüstet zu sein und sie voranzutreiben. Angesiedelt zwischen Leitungs- und Umsetzungsebene, verlangt der Posten unterschiedliche Geschicke. mehr...
CDOs sind oft mit einer Fülle an Aufgaben konfrontiert.
NKR: One-Stop-Shop für Sozialleistungen
[3.4.2024] Um im Bereich der Sozialleistungen den Aufwand für Behörden und Leistungsberechtigte deutlich zu reduzieren, ist mehr Mut zur Digitalisierung nötig, so der Nationale Normenkontrollrat. Gefordert sei etwa ein One-Stop-Shop für alle Sozialleistungen. mehr...
OZG 2.0: Zentralisierung als Hemmnis oder Chance?
[28.3.2024] Wie wird das Scheitern des OZG-Änderungsgesetzes im Bundesrat eingeordnet? Während Schleswig-Holstein die Novelle aufgrund der entstandenen Belastungen für Länder und Kommunen klar ablehnt, sprachen Thüringen und der Bitkom von der Bedeutung der dort verankerten zentralen Lösungen und Standards für die Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
Wie geht es jetzt weiter mit OZG 2.0 und der Digitalisierung der Verwaltung?
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
regio iT GmbH
52070 Aachen
regio iT GmbH
G&W Software AG
81671 München
G&W Software AG
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
Aktuelle Meldungen