Oldenburg:
Digitalisierungsstrategie verabschiedet


[6.2.2024] Über eine Digitalisierungsstrategie verfügt jetzt die Stadt Oldenburg. Mitarbeitende wurden dafür nach ihrer Vision für das Arbeiten im Jahr 2045 gefragt. Konkrete Projekte starten in diesem Jahr. Ein wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit.

Oldenburg hat jetzt eine Digitalisierungsstrategie. Der Rat der Stadt Oldenburg hat erstmalig eine Digitalisierungsstrategie beschlossen. Ziel dieser Strategie ist es nach Angaben der Kommune, alle bisherigen Konzepte und Dokumente zu diesem Thema zu vereinen und langfristig Orientierung für die Digitalisierung in Oldenburg zu bieten. Die Digitalisierung soll dabei ein Mittel zum Zweck sein, um die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger wie auch verwaltungsintern zu erhöhen und effizienter arbeiten zu können.
„Bei allen technologischen Möglichkeiten darf der Mensch nicht in den Hintergrund rücken, sondern muss im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Nur so könnten Bevölkerung, Verwaltung und Wirtschaft langfristig von der digitalen Transformation profitieren.
Das Angebot an digitalen Services baut die Verwaltung nach eigenen Angaben kontinuierlich aus. Im aktuellen Smart City Index des Bitkom (wir berichteten) erreichte Oldenburg Platz 20 unter 81 Großstädten in Deutschland. Das Serviceportal habe dabei sogar die maximal mögliche Punktzahl erzielt. Um die Digitalisierungsbemühungen besser konzentrieren zu können und die Stadtverwaltung langfristig gut aufzustellen, habe die Stabsstelle Digitalisierung die Digitalisierungsstrategie erarbeitet.

Oldenburg 2045

„Diese Strategie dient dazu, eine langfristige Perspektive für die Digitalisierung in der Stadt Oldenburg zu skizzieren“, erläutert Julia Masurkewitz-Möller, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung. Um dieses Ziel in Einklang mit allen Beschäftigten zu erreichen, wurden in einem partizipativen Ansatz insgesamt 13 Workshops von den Mitarbeitenden der Stabsstelle Digitalisierung in Eigenregie konzipiert, umgesetzt und ausgewertet. Ein Workshop war dabei explizit für die Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung reserviert. Die vielfältigen Workshop-Ergebnisse wurden anschließend analysiert und zusammengefasst, so die Pressemeldung.
Die Teilnehmenden aus den verschiedensten Bereichen der Stadtverwaltung hatten bei den Workshops Gelegenheit, sich auszumalen, wie ihr Bereich 2045 unter dem Aspekt der Digitalisierung arbeitet. Dieser weitreichende Horizont war nach Angaben der Stadt bewusst gewählt, um losgelöst von direkten Umsetzungszwängen frei denken zu können. Aus diesen Zukunftsideen konnten wiederum Themenbereiche abgeleitet werden, die es bis dahin neu zu gestalten gilt. Dies umfasst unter anderem die internen Arbeitsabläufe und Prozesse, die Arbeitsplatzgestaltung, IT-Ausstattung und Infrastruktur, Datenbereitstellung und -schutz, die Qualifizierung und Weiterbildung von Mitarbeitenden und Führungskräften, Kommunikation, Partizipation und Nachhaltigkeit.

Konkrete Projekte und Maßnahmen ab 2024

In einem nächsten Schritt gilt es ab diesem Jahr, konkrete Maßnahmen mit Zeitplänen zu entwickeln und umzusetzen, heißt es in der Presseinformation weiter. Dies umfasse Projekte zum Beispiel zur Einführung von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz ebenso wie komplexe Maßnahmenpläne, um Arbeitsprozesse zu verschlanken und das Daten-Management neu aufzustellen. Diese Überlegungen beinhalteten zugleich eine Priorisierung der Vorhaben.
Die Verwaltungsdienstleistungen würden weiterhin parallel analog angeboten, und in manchen Bereichen werde eine Digitalisierung nicht möglich oder zielführend sein. Auch für die Mitarbeitenden und die Führungskräfte werde dies Veränderungen mit sich bringen. Für die Arbeit in einer digitalisierten Umgebung werden neue Kompetenzen im Alltag erforderlich werden. Neue digitale Anwendungen sollen es der Bevölkerung auch ermöglichen, sich vermehrt in städtische Entscheidungen aktiv einzubringen.
Als Querschnittsthema ist bei allen Digitalisierungsbemühungen nach Angaben der Stadt die Nachhaltigkeit zu betrachten. Beide Bereiche seien konsequent gemeinsam zu denken und könnten sich ergänzen. Die Digitalisierungsstrategie verknüpfe beides als Grundlage für zukunftsfähige Innovation. (ba)

https://www.oldenburg.de/digitalisierung-der-verwaltung
https://serviceportal.oldenburg.de

Stichwörter: Politik, Oldenburg, Digitalisierungsstrategie, Nachhaltigkeit

Bildquelle: Stadt Oldenburg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Onlinezugangsgesetz: Bundestag beschließt OZG 2.0
[26.2.2024] Der Deutsche Bundestag hat das neue Onlinezugangsgesetz verabschiedet. Es ermöglicht eine nutzerfreundliche und vollständig digitale Abwicklung von Verwaltungsverfahren, die Einführung eines zentralen Bürgerkontos und die Abschaffung der Papierform bei Anträgen. mehr...
Bundesinnenministeriun Nancy Faeser: OZG 2.0 ist ein wichtiger Schritt für ein digitales Deutschland.
Märkischer Kreis: Digital mit Strategie
[22.2.2024] Der Märkische Kreis hat eine Digitalisierungsstrategie beschlossen. Hilfe gab es vom Beratungsunternehmen PD, das dem Digitalisierungsvorhaben im Kreis ein gutes Zeugnis ausstellte. Der Angriff auf den Dienstleister SIT wirkt nach. mehr...
GovData: Saarland übernimmt Vorsitz
[19.2.2024] Das Portal GovData macht offene Verwaltungsdaten von Bund, Ländern und Kommunen aus ganz Deutschland zugänglich. Nun hat das Saarland den Vorsitz über die für das Portal zuständige Bund-Länder-Fachgruppe übernommen. Diese befasst sich vor allem mit der strategischen Weiterentwicklung. mehr...
D21-Digital-Index: Gesellschaft ist digital gespalten
[15.2.2024] 
Die Initiative D21 hat die Ergebnisse ihres D21-Digital-Index 2023/2024 vorgestellt. Demnach wird die deutsche Gesellschaft zwar immer digitaler – viele Bürgerinnen und Bürger stehen der Digitalisierung allerdings skeptisch gegenüber. mehr...
Deutsche Gesellschaft wird laut D21-Digital-Index 2023/2024 digitaler – aber steht der Digitalisierung skeptischer gegenüber.
Brandenburg: Wandel gestalten Bericht
[12.2.2024] In Brandenburg trifft der digitale Umbau auf Strukturwandel, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Seit gut fünf Jahren gibt es eine Digitalisierungsstrategie, als Fortschreibung das Digitalprogramm 2025. Das Land ist auf einem guten Weg. mehr...
Brandenburg: Digitale Transformation im Strukturwandel.
Weitere FirmennewsAnzeige

Kundenportal: Der Weg in die digitale Zukunft der Antragsprozesse
[27.2.2024] Willkommen in der Ära der digitalen Transformation für die öffentliche Verwaltung. Ein Kundenportal für digitale Antragsstrecken revolutioniert nicht nur die Art und Weise, wie Anträge bearbeitet werden, sondern schafft auch Raum für Effizienz, Flexibilität und reibungslose Abläufe. mehr...

EU-Richtlinie 2016/2102: So funktioniert barrierearme Rechnungsverarbeitung
[22.8.2023] Einen barrierearmen Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen zu gewährleisten, dazu sind öffentliche Stellen in Deutschland und der EU seit 2019 verpflichtet. Was bedeutet dies für die Verarbeitung eingehender Rechnungen in SAP? Sind Dokumentenprozesse überhaupt betroffen? mehr...

Stadt Essen nutzt Eingangsrechnungsworkflow der xSuite im großen Stil: Sichere Planung durch Rechnungsworkflow
[23.3.2023] Essen ist eine moderne Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsmetropole im Herzen des Ruhrgebiets. Sie ist Konzernzentrale, zum Beispiel für RWE AG, Evonik Industries AG, E.ON Ruhrgas AG, GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH und Hochtief AG. Die Messe Essen ist etabliert unter den Top-Ten der deutschen Messeplätze. Was viele Besucher angesichts der modernen Essener Skyline verblüfft: Die Geschichte der Stadt ist älter als die Berlins, Dresdens oder Münchens. Essen feierte im Jahr 2002 das 1150-jährige Jubiläum von Stift und Stadt Essen. mehr...
Suchen...

 Anzeige



 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Aktuelle Meldungen