FrankfurtRheinMain:
Gigabit für die gesamte Region


[22.5.2019] Die Metropolregion FrankfurtRheinMain soll flächendeckend mit Glasfaserkabeln ausgestattet werden, sodass alle Privathaushalte und Unternehmen einen gigabitfähigen Internet-Zugang erhalten. Kommunen und der Regionalverband haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Metropolregion FrankfurtRheinMain soll flächendeckend mit Glasfaserkabeln ausgestattet werden. Die Region FrankfurtRheinMain soll flächendeckend mit Glasfaserkabeln bis zu den Haushalten und Unternehmen ausgestattet werden. Wie die Metropolregion mitteilt, haben sich dazu unter Federführung des Regionalverbands FrankfurtRheinMain die Landkreise Bergstraße (teilweise), Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Offenbach, Rheingau-Taunus und Wetterau sowie die Städte Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden zusammengeschlossen. Nach der jetzt unterzeichneten Absichtserklärung sollen bis zum Jahr 2025 alle Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Gewerbebetriebe in der Region einen gigabitfähigen Internet-Zugang erhalten. Das gleiche gelte für 50 Prozent aller Privathaushalte, 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte mit Lichtgeschwindigkeit surfen können. Der glasfaserbasierte Breitband-Ausbau soll auf drei Feldern stattfinden, heißt es in der Pressemitteilung der Region weiter. Dort, wo es rentabel ist, soll ein privatwirtschaftlicher Ausbau erfolgen. Für unterversorgte Gebiete ist ein geförderter Ausbau vorgesehen, während ein kooperativer Ausbau versorgte, aber eigenwirtschaftlich gesehen eher unattraktive Gebiete mit gigabitfähigen Internet-Zugängen ausstatten soll. Den Telekommunikationsdienstleistern werde bei Bedarf die vorhandene passive Infrastruktur (Leerrohre) für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau von den Kommunen oder Stadtwerken verpachtet. Vereinbart sei zudem, dass alle Ausbauvorhaben einen freien Zugang gewährleisten müssen, sodass beispielsweise jeder Endverbraucher seinen Internet-Dienstleister selbst wählen kann.

Regionalverband koordiniert

Der Regionalverband wird laut eigenen Angaben eine freiwillige Markt- und Kooperationsinteressenabfrage bei einschlägigen Dienstleistern starten, eine Absichtserklärung sowie eine sich anschließende Kooperationsvereinbarung mit der Privatwirtschaft vorbereiten, sich um Fördermittel kümmern und als zentrale Anlaufstelle für alle intern und extern erforderlichen Abstimmungsprozesse fungieren. Um die weiteren Vorhaben strategisch zu koordinieren und zu begleiten, werde der Steuerungskreis Gigabitregion FrankfurtRheinMain eingerichtet, in dem alle Unterzeichner der Absichtserklärung politisch vertreten sind. Der Steuerungskreis werde ebenfalls vom Regionalverband organisiert und moderiert.
Der Verband werde zudem seine hausinternen personellen Ressourcen und seine Infrastruktur für das Vorhaben zur Verfügung stellen. Alle weiteren Kosten, die beispielsweise durch die Marktabfrage und rechtlichen Prüfungen oder durch erforderliche Neueinstellungen entstehen, werden unter den Mitgliedern des Steuerungskreises zu gleichen Teilen aufgeteilt. Hiervon ausgenommen seien die Städte Frankfurt und Offenbach als Mitgliedskommunen des Regionalverbands sowie der Regionalverband selbst. Mittelfristig soll eine privatwirtschaftlich ausgerichtete regionale Unterstützungsorganisation gegründet werden, die den Glasfaserausbau langfristig koordiniert.
Der hessische Staatssekretär für digitale Strategie und Entwicklung, Patrick Burghardt, sieht in der Gigabitregion FrankfurtRheinMain einen wichtigen Garanten dafür, flächendeckend schnell leistungsfähige digitale Infrastrukturen zu schaffen: „Die Kapazitäten für den Breitband-Ausbau sind in Deutschland bereits jetzt knapp bemessen. Um einen zügigen, flächendeckenden Gigabitausbau zu erreichen, müssen die Landkreise und kreisfreien Städte eng mit der Privatwirtschaft kooperieren. Dass dieser gemeinsame Handlungswille mit der Gigabitregion FrankfurtRheinMain jetzt demonstriert wird, ist ein richtiger und wichtiger Schritt.“ (ve)

https://www.region-frankfurt.de

Stichwörter: Breitband, Glasfaser, Metropolregion FrankfurtRheinMain, Kreis Bergstraße, Kreis Darmstadt-Dieburg, Kreis Groß-Gerau, Hochtaunuskreis, Main-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis, Kreis Offenbach, Rheingau-Taunus-Kreis, Wetteraukreis, Darmstadt, Frankfurt, Offenbach

Bildquelle: Staatskanzlei Hessen

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Wolfsburg/Emsdetten: Echte Glasfaser-Kommunen
[1.3.2024] Im Rahmen der fiberdays24 wurden die Städte Wolfsburg und Emsdetten vom Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) für ihren flächendeckenden Glasfaserausbau ausgezeichnet. 
 mehr...
Wolfsburg erhält als erste deutsche Großstadt die Auszeichnung als „Echte Glasfaser-Kommune“.
BREKO: Infrastrukturatlas – aber dezentral
[12.2.2024] Der BREKO hat ein Konzept für einen dezentralen Infrastrukturatlas erarbeitet. Dieser soll einerseits den am Glasfaser- und Mobilfunkausbau Beteiligten relevante Informationen schnell zugänglich machen, andererseits sensible Daten besser schützen. Den Vorschlag sieht der BREKO als bessere Alternative zum Infrastrukturatlas im Gigabit-Grundbuch. mehr...
Mönchengladbach: Glasfaser für den Süden
[8.2.2024] Mit einem symbolischen Spatenstich ist im Süden der Stadt Mönchengladbach jetzt der Startschuss für den Glasfaserausbau durch das Unternehmen Deutsche GigaNetz gefallen. mehr...
Spatenstich für den Glasfaserausbau in Mönchengladbachs Süden.
Glasfaserausbau: Neues Kooperationsmodell für Rügen
[2.2.2024] Die Deutsche Telekom und die Kommunikationstechnikfirma Kabel + Sat Bergen wollen auf Rügen gemeinsam das FTTH-Glasfasernetz des regionalen Zweckverbands betreiben. Bisher kooperierte die Telekom ausschließlich direkt mit dem Netzeigentümer. Das Netz steht auch anderen Anbietern offen. mehr...
Die Deutsche Telekom und die Kommunikationstechnikfirma Kabel + Sat Bergen wollen auf Rügen gemeinsam das FTTH-Glasfasernetz des regionalen Zweckverbands betreiben.
Düsseldorf: Beteiligung an NetDüsseldorf
[24.1.2024] Stadt und Stadtwerke Düsseldorf haben eine Beteiligung von 20 Prozent an der NetCologne-Tochtergesellschaft net.D erworben. Damit verbunden sind konkrete Ziele für den Glasfaserausbau: Bis 2030 sollen alle Haushalte und Unternehmen Zugang zu schnellen Anschlüssen haben. mehr...
Stadt und Stadtwerke Düsseldorf haben eine Beteiligung von 20 Prozent an der NetCologne-Tochtergesellschaft net.D erworben.
Weitere FirmennewsAnzeige

Kundenportal: Der Weg in die digitale Zukunft der Antragsprozesse
[27.2.2024] Willkommen in der Ära der digitalen Transformation für die öffentliche Verwaltung. Ein Kundenportal für digitale Antragsstrecken revolutioniert nicht nur die Art und Weise, wie Anträge bearbeitet werden, sondern schafft auch Raum für Effizienz, Flexibilität und reibungslose Abläufe. mehr...

EU-Richtlinie 2016/2102: So funktioniert barrierearme Rechnungsverarbeitung
[22.8.2023] Einen barrierearmen Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen zu gewährleisten, dazu sind öffentliche Stellen in Deutschland und der EU seit 2019 verpflichtet. Was bedeutet dies für die Verarbeitung eingehender Rechnungen in SAP? Sind Dokumentenprozesse überhaupt betroffen? mehr...

Stadt Essen nutzt Eingangsrechnungsworkflow der xSuite im großen Stil: Sichere Planung durch Rechnungsworkflow
[23.3.2023] Essen ist eine moderne Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsmetropole im Herzen des Ruhrgebiets. Sie ist Konzernzentrale, zum Beispiel für RWE AG, Evonik Industries AG, E.ON Ruhrgas AG, GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH und Hochtief AG. Die Messe Essen ist etabliert unter den Top-Ten der deutschen Messeplätze. Was viele Besucher angesichts der modernen Essener Skyline verblüfft: Die Geschichte der Stadt ist älter als die Berlins, Dresdens oder Münchens. Essen feierte im Jahr 2002 das 1150-jährige Jubiläum von Stift und Stadt Essen. mehr...
Suchen...

 Anzeige



 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
Aktuelle Meldungen