Mönchengladbach:
Glasfaserausbau nimmt Tempo auf


[6.12.2021] In fortgeführter Kooperation mit der Deutschen Telekom will die Stadt Mönchengladbach den Breitbandausbau weiter vorantreiben. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt sollen nun bis 2024 weitere 40.000 Haushalte in den Innenstadtlagen mit reinem Glasfaser-Internet ausgestattet werden.

Nach dem Mönchengladbacher Gründerzeitviertel sollen bis 2024 weitere Viertel der Innenstadt mit reinem Glasfaser-Internet ausgestattet werden. Im April startete die Deutsche Telekom im Mönchengladbacher Gründerzeitviertel ein Pilotprojekt zum Breitbandausbau. Ab 2022 folgen nun weitere 40.000 Haushalte, die bis 2024 echtes Glasfaser-Internet erhalten sollen. Dies gab jetzt die Stadt Mönchengladbach in einer Pressemeldung bekannt. Mit dem neuen Infrastrukturprojekt gewinne der Netzausbau noch einmal signifikant an Tempo. Aufgrund der guten Erfahrungen der letzten Monate würden die Ausbaugebiete der Deutschen Telekom deutlich erweitert. Noch im November sei die Vorbereitung in Rheydt-Mitte gestartet, wo die Anwohner zeitnah ein Informationsschreiben erhalten würden. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen dann in den Ortsteilen am Wasserturm, Gladbach Innenstadt-West und Westend, Heyden-Geistenbeck, Rheydt-Nord sowie Schrievers-Schmölderpark viele weitere Ortslagen in Angriff genommen werden. Insgesamt erhielten somit über 12.000 Adressen mit insgesamt über 45.000 Haushalten Zugang zu reinem Glasfaser-Internet.

Die Abstimmung zwischen den Beteiligten funktioniert

„Das Projekt in Mönchengladbach ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl eines der größten Infrastrukturprojekte der Telekom bundesweit. Innerhalb der nächsten drei Jahre werden rund ein Drittel aller Mönchengladbacher Haushalte von der Telekom ans Glasfasernetz angebunden. Wir freuen uns, dass der Ausbau in Mönchengladbach in Kooperation mit der Stadt gut und schnell vorangetrieben werden kann“, sagt Frank Schmidt, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Telekom. Das Zukunftspotenzial der eingespielten Zusammenarbeit betont auch Benjamin Schmidt, städtischer Gigabitkoordinator mit Sitz bei der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach: „Die Ankündigungen der Telekom zeigen, dass die Abstimmung beim Ausbau zwischen allen Beteiligten in Mönchengladbach sehr gut funktioniert. Dass nun in recht kurzer Zeit rund 45.000 weitere Haushalte folgen, ist ein großer Erfolg für uns.“

FTTH ist ein Schritt in die digitale Zukunft

Wie bereits im Gründerzeitviertel ermöglicht das neue Netz Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Download, kündigt die Stadt an. Neben den hohen Bandbreiten besitze Glasfaser weitere Vorteile gegenüber kupferbasierten Internetanschlüssen. So gebe es keine Schwankungen durch lange Leitungswege oder hohe Netzauslastung, mit der Datenübertragung durch Lichtsignale seien Glasfasernetze ferner deutlich energieeffizienter. Beim reinen Glasfaserausbau werde die Glasfaser bis in das Zuhause der Nutzer geführt. Ein Umsteigen auf diese Breitbandtechnologie, genannt FTTH – Fiber to the Home, biete alle Möglichkeiten und steigere zudem auch den Wert der betreffenden Immobilie. Selbst, wenn ein entsprechender Tarif heute noch nicht benötigt wird, sei ein Glasfaseranschluss in der eigenen Wohnung, im eigenen Haus oder in den Geschäftsräumen ein Schritt in die digitale Zukunft. Jede Adresse im Ausbaugebiet erhalte einen solchen Hausanschluss kostenfrei, auch ohne Buchung eines Telekom-Vertrags. Lediglich eine Eigentümer-Erlaubnis müsse hierzu erteilt werden.

Der reine Glasfaserausbau ist Ziel der städtischen Gigabitstrategie

Der reine Glasfaserausbau ist das Ziel der städtischen Gigabitstrategie, die vom Stadtrat im März 2020 beschlossen wurde (wir berichteten) und somit auch einen wichtigen Baustein von mg+ Wachsende Stadt darstellt, erläutert die Pressemeldung weiter. In diesem Strategiepapier werden aktuelle Versorgungslagen, Ausbauprojekte und strategische Handlungsfelder beschrieben. Konkret sollen nach Einschätzung der Stadt bis 2024 insgesamt rund 1.150 Kilometer Glasfaser neu verlegt sein. Innerhalb der sechs Ausbaugebiete erfolge die Verlegung in Straßenabschnitten. Dabei verlasse man sich auf die Zusage der Telekom, alles zu tun, um den Ausbau mit allen technischen Möglichkeiten gut und schnell zu bewältigen und dabei die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Sobald ein Abschnitt fertiggestellt sei, könnten die Anlieger die neu gebauten Glasfaseranschlüsse bereits nutzen. Deren zukunftsweisende Bedeutung unterstreicht auch Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Der Bedarf und Nutzen reiner Glasfaseranschlüsse ist nicht von der Hand zu weisen, durch Corona hat es zudem einen großen Umschwung zu mehr Homeoffice gegeben, der anhalten wird. Die Stadt Mönchengladbach hat früh auf die Technologie Glasfaser gesetzt, umso mehr freue ich mich, dass wir nun in kurzer Zeit große Versorgungssprünge machen können.“ (aö)

https://www.moenchengladbach.de
Mehr Inhalte zum Glasfaserausbau in Mönchengladbach stehen Ihnen hier zur Verfügung. (Deep Link)
Hier können Sie die Gigabitstrategie der Stadt Mönchengladbach downloaden. (Deep Link)

Stichwörter: Breitband, Deutsche Telekom, Mönchengladbach, Glasfaserausbau

Bildquelle: WFMG

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Hofgeismar: Neue Etappe im Glasfaserausbau
[21.1.2022] Nach fünf bereits angeschlossenen Stadtteilen hat der Telekommunikationsdienstleister goetel im hessischen Hofgeismar zwei weitere Stadt- beziehungsweise Ortsteile mit FTTH ans Netz gebracht. Finanziert wurde der Ausbau durch das Weiße-Flecken-Programm von EU, Bund und Ländern sowie von der Stadt Hofgeismar und dem Kreis Kassel. mehr...
Saarland: Gigabitstrategie auf der Zielgeraden
[20.1.2022] Im Saarland diskutierte Ministerpräsident Tobias Hans die konkrete Ausgestaltung der Gigabitstrategie mit zahlreichen Vertretern aus Telekommunikationswirtschaft und Kommunen. Ein vom Land vorgeschlagenes Memorandum of Understanding stieß auf Zustimmung. mehr...
Würzburg: Telekom baut Glasfasernetz aus
[19.1.2022] In Würzburg plant die Deutsche Telekom in Abstimmung mit der Stadt, bis 2026 insgesamt 100.000 Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen. Die ersten Bürgerinnen und Bürger surfen dank des eigenwirtschaftlichen Ausbaus bereits mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde. mehr...
Hessen: Darlehen unterstützt Gigabitförderung
[18.1.2022] Hessen wartet mit einem neuen Finanzierungsinstrument für den Gigabitausbau in den Kommunen auf. Ein Darlehen unterstützt jetzt bei der Finanzierung des Eigenanteils im Zusammenhang mit dem geförderten Ausbau. mehr...
Thüringen: Breitbandquote bei 85 Prozent
[18.1.2022] Seit Dezember 2021 wird der Breitbandausbau in Thüringen von einer Glasfasergesellschaft unterstützt. Gegenwärtig haben bereits 85,5 Prozent der Haushalte im Freistaat Zugang zu schnellem Internet, Flaschenhals auf der Zielgeraden sind fehlende Baukapazitäten. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Aktuelle Meldungen