Oldenburg in Holstein:
Zusammenarbeit bei der Digitalisierung


[25.10.2021] In Oldenburg in Holstein (i.H.) wird jetzt ein Zentrum für Digitalisierung aufgebaut. Dies haben jetzt die Stadt Oldenburg i.H., die Gemeinde Malende, das Amt Lensahn und dataport.kommunal beschlossen.

Die Stadt Oldenburg in Holstein (i.H.), die Gemeinde Malende, das Amt Lensahn und dataport.kommunal haben jetzt den Aufbau eines Zentrums für Digitalisierung (Digital Hub) in Oldenburg i.H. beschlossen. Wie dataport mitteilt, wurde eine entsprechende Absichtserklärung von Tanja Rönck (Gemeinde Malente), Jörg Saba (Stadt Oldenburg i.H.), Klaus Winter (Amt Lensahn) und Ingmar Soll (dataport.kommunal) unterzeichnet. Die Inbetriebnahme des Digital Hubs sei für Januar 2022 geplant.
Ziel des Zentrums für Digitalisierung sei es, übergreifende Netzwerke aus Verwaltung, Wirtschaft und Bürgergesellschaft aufzubauen sowie gemeinsam digitale Technologien zu entwickeln, welche die Attraktivität der Region steigern und den Bürgerinnen und Bürgern Vorteile für das tägliche Leben bieten. Um dieses Ziel zu erreichen, werde dataport.kommunal vor Ort Fördermittelberatung, IT-Support sowie -Dienstleistungen und regemäßig stattfindende Schulungen zu Themen der digitalen Daseinsvorsorge für Mitarbeitende der Verwaltung anbieten. Zudem werde ein Co-Working-Space entstehen, der für Verwaltungsmitarbeitende, Start-ups und ansässige Firmen nutzbar sei. Nicht zuletzt sollen digitale Showrooms für Bürgerinnen und Bürger aufgebaut werden, welche die Möglichkeiten der Digitalisierung aufzeigen – beispielsweise anhand von Formaten wie digitalen Führungen durch Kulturstätten, frei zugänglichen 3D-Scans von Kulturgütern oder Livestreams von kommunalen Veranstaltungen.

Schwerpunktthema: Vitale Gemeinschaften

Der Digital Hub in Oldenburg i.H. und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ämtern und dataport-kommunal werde sich auf das Schwerpunktthema Vitale Gemeinschaften fokussieren. Unter diesem Themenschwerpunkt werden Projekte gefasst, welche die Bürgergesellschaft untereinander zusammenbringe, sie aber auch mit regionalen Anbietern vernetze. So sollen unter anderem eine kommunale Austauschplattform für Bürgerinnen und Bürger, ein Ehrenamtportal und eine Plattform für die Vermarktung regionaler Güter entstehen, über die Landwirte und andere Erzeuger ihre Produkte anbieten können. Weitere Projekte im Rahmen dieses Schwerpunktthemas erarbeiten die beteiligten Parteien nun nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung gemeinsam.
Ingmar Soll erläutert: „Künftig wird die digitale Daseinsvorsorge und dessen schneller Ausbau die Entwicklung der ländlichen Räume bestimmen. Die Grundlage dafür ist die Vernetzung der beteiligten lokalen Akteure. Mit dem Digital Hub in Oldenburg i.H. sorgen wir für die benötigte Infrastruktur und eben diese Vernetzung, damit digitale Innovationen in der Region und für die Region entstehen können.“
Laut dataport ist dies neben den Städten Hennstedt, Wilster und Rendsburg bereits die vierte Absichtserklärung zur Erbauung eines Digital Hubs in Schleswig-Holstein (wir berichteten). Insgesamt sollen fünf Zentren für Digitalisierung im ganzen Bundesland bis zum Ende dieses Jahres entstehen, die alle von dataport.kommunal initiiert, getragen und betrieben werden. Für Oldenburg i.H. seien zunächst fünf Arbeitsplätze für Mitarbeitende des IT-Dienstleister geplant. Aktuell werde nach passenden Räumlichkeiten für den Digital Hub gesucht.
Alle Digital Hubs in Schleswig-Holstein legen individuelle Handlungsschwerpunkte fest und seien untereinander vernetzt, um von den jeweiligen Erfahrungen aus deren Betrieb zu profitieren und Informationen auszutauschen. So seien die Schwerpunktthemen der Hubs in Schleswig-Holstein: Exzellente digitale Verwaltungsdienstleistungen, Optimierung der Wirtschaftsförderung, Modellregion für die Mobilität der Zukunft, digitale Gesundheitsversorgung und Referenz-Standort für vitale Gemeinschaften. (th)

https://www.oldenburg-holstein.de
https://www.dataport.de

Stichwörter: Smart City, Dataport, Oldenburg in Holstein, Digital Hub, dataport.kommunal



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Deutscher Städtetag: Smarte Kommunen nachhaltig fördern
[6.7.2022] Der Deutsche Städtetag hat ein Positionspapier zur Förderung der Digitalisierung in Kommunen veröffentlicht. Der Spitzenverband beklagt darin, dass Smart-City-Projekte ohne kommunale Vernetzung umgesetzt würden. So entstehe ein Flickenteppich aus technischen Einzellösungen. mehr...
Smart Citys gezielt fördern: Aus einzelnen Leuchttürmen soll ein Lichtermeer entstehen.
Hamburg/The New Institute: Partnerschaft für die digitale Zukunft
[5.7.2022] Die Freie und Hansestadt Hamburg kooperiert künftig mit The New Institute im Bereich Datendemokratie und Nachhaltigkeit. Das erste geplante Projekt nutzt Fahrrad- und Mikromobilitätsdaten. Es soll europaweiten Modellcharakter für die Datenteilung staatlicher und privater Akteure haben. mehr...
Heidelberg: Virtuelles Bürgeramt
[5.7.2022] Heidelberg eröffnet ein virtuelles Bürgeramt. Per Video-Call können die Bürgerinnen und Bürger hier das persönliche Gespräch mit Sachbearbeitenden suchen, ohne das Amt vor Ort aufsuchen zu müssen. Zahlreiche Verwaltungsdienstleistungen können sie somit von Zuhause aus in Anspruch nehmen werden. mehr...
Heidelberg eröffnet mit dem virtuellen Bürgeramt eine digitale Außenstelle der Stadtverwaltung.
Lübeck: Neue Smart-City-Plattform
[1.7.2022] Auf einer neuen Smart-City-Plattform präsentiert die Hansestadt Lübeck intelligente Lösungen rund um Mobilität, Klimaschutz, Umwelt und Energie. Auch LoRaWAN-Daten werden hier visualisiert, sodass sich die Bürger beispielsweise über aktuelle Wassertemperaturen, Parkplatzbelegungen oder den Standort von E-Ladesäulen informieren können. mehr...
Norderstedt: Smart-City-Offensive nimmt Fahrt auf
[30.6.2022] Die Stadt Norderstedt im Süden Schleswig-Holsteins will smart werden. Gemeinsam mit Akteuren der Stadtgesellschaft wurden digitale Projekte entwickelt, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Darüber hinausgehende Vernetzungen, die laufende Prozesse aufgreifen, werden angestrebt. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022
Kommune21, Ausgabe 04/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Aktuelle Meldungen