Mobile Identitäten:
Unterschrift per App


[23.11.2016] Mit der im Juli 2016 in Kraft getretenen eIDAS-Verordnung will die Europäische Union den Einsatz digitaler Unterschriften in den Verwaltungen der Mitgliedstaaten weiter anschieben. Dafür sind zunehmend Lösungen für mobile Anwendungen gefragt.

Mit der Nexus App digitale Signaturen auch mobil nutzen. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben findet immer mehr im virtuellen Raum statt. Auch der öffentliche Sektor steht vor der Herausforderung, Prozesse und Dienstleistungen entsprechend anzupassen. Die digitalen Technologien bieten dabei enormes Potenzial, um Verwaltungsvorgänge schlanker, effizienter und bürgernäher zu gestalten: Digitalisierte und papierfreie Prozesse reduzieren Kosten, verkürzen die Bearbeitungszeiten in Behörden und ermöglichen einen flexibleren Zugang zu den Angeboten der öffentlichen Verwaltung. Zudem: Wenn Bürger oder Unternehmen behördliche Vorgänge online selbst anstoßen und zum Abschluss bringen können, werden in den Ämtern Kapazitäten frei. Um das Potenzial der digitalen Transformation voll entfalten zu können, sind leistungsfähige und integrierte Technologien gefragt, die Vertrauen in digitale Prozesse schaffen und maximale Sicherheit mit hoher Nutzerfreundlichkeit verbinden.

Elektronische Dienstleistungen europaweit nutzen

Ein entscheidender Meilenstein für die europaweite Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist die am 1. Juli 2016 in Kraft getretene eIDAS-Verordnung (Electronic Identification and Signature) der Europäischen Union. Mit diesem Regelwerk für die elektronische Identifizierung sowie für elektronische Vertrauensdienste soll eine zentrale Grundlage für einen vertrauenswürdigen und sicheren digitalen Austausch zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden geschaffen werden. Elektronische Dienstleistungen sollen europaweit einfach genutzt und angeboten werden können – und sich positiv auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen auswirken. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und reichen von der elektronischen Steuererklärung über die Teilnahme an Ausschreibungen und die damit verbundene Übermittlung von Dokumenten bis hin zu Vertragsunterzeichnungen oder dem Online Banking.
Aus den genannten Beispielen wird ersichtlich, dass elektronische Identitäten (eIDs) und digitale Signaturen zu den Kernthemen der Verordnung gehören. Vertrauenswürdige eIDs sind die Grundlage für die sichere Digitalisierung behördlicher Prozesse, denn sie garantieren Eindeutigkeit in der Identifikation von Bürgern oder Organisationen. Außerdem haben eID-Ausweise den Vorteil, dass bislang manuelle und fehleranfällige Bearbeitungsprozesse verschlankt und automatisiert werden können.

Umstellung erfordert Investitionen

Eine besondere Rolle bei der Modernisierung von Verwaltungsprozessen kommt den digitalen Signaturen zu, ist doch die Unterschrift eine Voraussetzung für die Rechtswirksamkeit so gut wie aller behördlichen Vorgänge. Aber nur, wenn digitale Unterschriften eindeutig zuordenbar sind, und zwar unabhängig von dem für das Signieren genutzten Endgerät, und Fälschungen ausgeschlossen werden können, lassen sich papierbasierte Vorgänge tatsächlich vollständig digitalisieren. Das potenzielle Einsatzfeld für die elektronische Unterschrift ist sowohl im behördlichen als auch im wirtschaftlichen Umfeld sehr breit: Für den digitalen Vertragsabschluss, die Eröffnung eines Bankkontos oder die Beantragung eines Kita-Platzes kann sie ebenso zur Anwendung kommen wie für die nachweisliche Annahme wichtiger Unterlagen oder um Dokumente mit einem Zeitstempel zu versehen.
Die Umstellung auf elektronische Identitäten erfordert Investitionen in entsprechende IT-Systeme, mit denen eIDs nicht nur sicher ausgestellt, sondern über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg verwaltet werden können. Für den Einsatz von E-Services bedarf es außerdem einer Plattform, über die Bürger und Unternehmen ihre eID nutzen können, um sich zu identifizieren oder eine gültige digitale Unterschrift zu tätigen. Bei der Auswahl der entsprechenden Technologie sollten Entscheider auf einen Anbieter setzen, der eine komplette Lösung für eine eID-Infrastruktur – für die Verwaltung ebenso wie für die Nutzung von eIDs und von digitalen Signaturen – aus einer Hand bereitstellen kann. Darüber hinaus sollte eine Lösung bereits im Standard alle wichtigen Funktionen abdecken, gleichzeitig aber konfigurierbar sein, um mit den an sie gestellten Anforderungen wachsen zu können. Weitere wichtige Kriterien sind die Interoperabilität mit anderen Systemen, die nahtlose Integration in die bestehende IT-Landschaft sowie die einfache Skalierbarkeit auf hohe Nutzerzahlen. Von Anbieterseite muss gewährleistet sein, dass die eingesetzte Lösung mit den internationalen eID-Standards konform ist. Nicht zuletzt sollte auf Benutzerfreundlichkeit geachtet werden, um die Akzeptanz elektronischer Dienste zu gewährleisten.

Behördliche E-Services mobilfähig machen

Behörden, die in eine eID-Lösung investieren, sollten auch relevante technologische und gesellschaftliche Trends im Blick haben – und hier ist Mobilität sicher einer der wichtigsten. Ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit von eIDs und digitalen Signaturen wird deshalb sein, behördliche E-Services mobilfähig zu machen. Smartphones oder Tablets werden immer leistungsfähiger und stecken quasi in jeder Hosentasche. Es liegt also nahe, dass diese Geräte auch für die Erledigung von behördlichen Vorgängen genutzt werden können – um sich zu identifizieren oder um Dokumente zu unterschreiben. Vor diesem Hintergrund geht das Unternehmen Nexus in diesem Jahr mit seiner neuen App Personal Mobile auf den Markt: Die Anwendung ermöglicht es, mobile Endgeräte an die eigene oder eine fremde Public Key Infrastructure (PKI) anzubinden und so Sicherheitsfunktionen wie starke Authentifizierung, Verschlüsselung und digitale Signaturen auch mobil zu nutzen.
Fazit: Der digitale Wandel bietet dem öffentlichen Sektor die Chance, Prozesse effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten – ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen. Mit den richtigen Lösungen und einem erfahrenen Technologiepartner lässt sich der Schritt hin zum E-Government leicht und vor allem sicher meistern.

Michael Leuchtner ist Head of Product Management Solutions bei der Nexus Technology GmbH, Ettlingen.

http://www.nexusgroup.com/de/
Dieser Beitrag ist in der November-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Dokumenten-Management, E-Signatur, Nexus Technology GmbH

Bildquelle: Nexus Technology

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Dokumenten-Management
public sector days: Digitale Erfolgsgeschichten
[26.7.2022] Das Unternehmen d.velop lädt Ende September zu den public sector days ein und verspricht spannende Keynotes, Erfolgsgeschichten und gebündeltes Branchenwissen. mehr...
Wiesbaden: Personenstandsregister wird digital
[14.7.2022] Nur wenn die Personenstandsdaten digital vorhanden sind, klappt der vom OZG vorgesehene Registeraustausch. In Wiesbaden werden daher seit Juni 2022 die bisher papiergebundenen Geburtenregister digital erfasst. Dabei kommt bundesweit erstmals die Lösung DiRegiSta zum Einsatz. mehr...
Wiesbaden digitalisiert Geburtenregister.
Berlin: Bezirksamt Mitte nutzt Digitale Akte
[15.6.2022] Bis Ende 2024 sollen rund 80 Berliner Behörden auf digitale Aktenführung umstellen. Den Anfang machte nun das Bezirksamt Mitte mit rund 3.000 PC-Arbeitsplätzen. Die Innensenatorin sieht in der Einführung der E-Akte ein Indiz für den Wandel zur Verwaltung der Zukunft. mehr...
Essen: Digitale Personalakte
[10.5.2022] Als erster Fachbereich der Stadtverwaltung Essen geht das Amt für Zentralen Service mit seinen digitalen Personal- und Kindergeldakten produktiv. Es handelt sich um ein Pilotprojekt zur Einführung eines zentralen Dokumenten-Management-Systems (DMS). mehr...
Das Essener Amt für Zentralen Service geht mit digitalen Personal- und Kindergeldakten produktiv.
ekom21: Digital erstellte Post ohne Hindernisse
[29.4.2022] Die Drucklösung curalit21 vom hessischen IT-Dienstleister ekom21 entlastet Ämter und Behörden beim Versand von Geschäftspost. Während der Pandemie trug die Lösung dazu bei, dass Gesundheitsämter trotz Homeoffice-Regelung wichtige Quarantänebescheide versenden konnten. mehr...
Weitere FirmennewsAnzeige

Interview mit Professor Robert A. Sedlák: Transformation in der kommunalen Wirtschaft
[19.7.2022] Im Interview erläutert der systemische Organisationsberater Robert A. Sedlák, inwiefern Institutionen der kommunalen Wirtschaft und insbesondere Stadtwerke die aktuellen Herausforderungen im Kontext gesellschaftlicher, politischer und technologischer Transformationsprozesse nutzen können, um zu einem proaktiven Gestalter der Trends unserer Zeit zu werden. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Dokumenten-Management:
KID Magdeburg GmbH
39104 Magdeburg
KID Magdeburg GmbH
GELAS GmbH
71332 Waiblingen
GELAS GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
Aktuelle Meldungen