Ludwigsburg:
Luftqualität in Echtzeit


[17.5.2019] In Echtzeit sollen künftig Daten zur Luftqualität in Ludwigsburg vorliegen. Die Stadt errichtet dafür mit dem Unternehmen Robert Bosch ein Netzwerk von Immissions-Messboxen an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet.

Messdaten zur Luftqualität in Ludwigsburg sollen künftig in Echtzeit vorliegen und verarbeitet werden. Wie die baden-württembergische Kommune mitteilt, werden dafür elf Immissions-Messboxen an unterschiedlichen Standorten verteilt im Stadtgebiet aufgestellt. Sie sind Teil eines gemeinsamen Forschungsprojekts des Innovationsnetzwerks Living LaB und des Unternehmens Robert Bosch. Welche Standorte für die Messungen geeignet sind, haben die Projektpartner in den vergangenen Wochen ermittelt. Die Boxen in der Größe eines Schuhkartons werden in etwa zweieinhalb Metern Höhe montiert, vorzugsweise an Masten mit Zugang zum Stromnetz. In die Boxen sind Sensoren eingebaut, die speziell für die Luftqualitätsmessung optimiert seien. Sie messen die Belastung durch Feinstaubpartikel, Stickstoffoxid und Ozon. Auch Temperatur, Druck und Luftfeuchtigkeit werden erfasst. Die erhobenen Werte werden einerseits mit Messdaten der stationären Messstelle und zusätzlich mit Vergleichsmessungen einer weiteren eignungsgeprüften mobilen Messeinrichtung verglichen. Über einen Algorithmus werden die Messdaten der Boxen mit Klima- und Gebäudestrukturdaten verrechnet. Damit erstelle Robert Bosch eine Luftqualitätskarte für Ludwigsburg in Echtzeit. Ende 2019 ist eine Zertifizierung der Immissions-Messboxen geplant, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. Danach sei die Nutzung der Daten für planerische Entscheidungen, etwa für eine immissionssensitive Verkehrssteuerung, möglich. „Wir wollen mit innovativen Technologien die Sauberkeit der Luft, aber auch den Lärm ermitteln, um die Lebensqualität in Ludwigsburg mit gezielten Maßnahmen immer weiter zu verbessern“, sagt Oberbürgermeister Werner Spec. Als weiteres Projektziel nennt Ludwigsburg die Optimierung der Messqualität und Zuverlässigkeit der Boxen, sodass die Luftqualität im Stadtgebiet immer genau erfasst werden kann. Das Forschungsprojekt ist zunächst auf zwölf Monate angelegt. (ve)

https://www.ludwigsburg.de
https://www.bosch.de

Stichwörter: Smart City, Ludwigsburg, Robert Bosch GmbH



Druckversion    PDF     Link mailen


ekom21
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Augsburg: Stadt will smart werden
[14.6.2019] Die Stadt Augsburg will zur Smart City werden und bewirbt sich um Aufnahme in das Förderprogramm Modellkommunen Smart Cities der Bundesregierung. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer digitalen Kommunikationsinfrastruktur, die eine Nutzung von Daten in Echtzeit ermöglicht. mehr...
Die Stadt Augsburg will die Themen Smart City und Digitalisierung vorantreiben.
Hamburg: Michel beantwortet Fragen
[12.6.2019] Ihre Fragen an die Verwaltung können Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg ab sofort auch an einen digitalen Chatbot stellen. mehr...
Fragen an die Verwaltung können Hamburgs Bürger jetzt auch an einen Chatbot richten.
Baden-Württemberg: Zusammen zur xRoad
[12.6.2019] Neun baden-württembergische Kommunen wollen eine Vorreiterrolle für die Pilotierung der xRoad einnehmen. Im Rahmen des Verbundvorhabens smartX@bw soll eine offene Plattform konzipiert werden mit Funktionen, die für den Erfolg der Digitalisierung im öffentlichen Bereich entscheidend sind. mehr...
Lemgo: Puls der Stadt in Händen
[11.6.2019] Dem Pulsschlag ihrer Stadt nachspüren, können jetzt interessierte Bürger in Lemgo. Im Rahmen des Reallabors Lemgo Digital haben Forscher ein City-Cockpit entwickelt, das städtische Datenströme zusammenführt und daraus ein digitales Abbild in Echtzeit erstellt. mehr...
Symbolische Überreichung des City-Cockpits für die Alte Hansestadt Lemgo.
Eutin: Bewerbung als Smart City
[7.6.2019] Auf den Weg zur Smart City machen will sich die Stadt Eutin in Schleswig-Holstein. Eckpunkte der digitalen Strategie, die gemeinsam mit den Stadtwerken umgesetzt werden soll, hat die Kommune jetzt vorgestellt. mehr...
Die schleswig-holsteinische Stadt Eutin will sich beim Bund um Fördergelder für Smart-City-Projekte bewerben.
Weitere FirmennewsAnzeige

Citrix: Die Digitale Transformation der Verwaltung ist machbar
[21.5.2019] Bereits 2013 verabschiedete der Bundestag das E-Government-Gesetz (EGovG). Bisher gibt es aber nur wenige Anwendungen, über die die Bürger oder Auftragnehmer mit der Verwaltung interagieren können. Analoge und langsame Verwaltungsprozesse sind nicht nur für den Bürger ärgerlich. Auch Beamte wünschen sich digitale Arbeitsplätze. Dabei gibt es für den öffentlichen Sektor längst gute Lösungen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Advantic
Aktuelle Meldungen