Hans-Georg Engelke:
Neuer CIO mit Kriterien für Cloud-Dienste


[19.8.2015] Hans-Georg Engelke ist der neue Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik (CIO). Auf seiner Internet-Seite können jetzt die Kriterien nachgelesen werden, die die Bundesverwaltung bei der Nutzung von Cloud-Diensten der Wirtschaft beachten muss.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière ernennt Hans-Georg Engelke (l.) zum neuen Staatssekretär. Hans-Georg Engelke ist jetzt Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI) und verantwortet damit unter anderem die Grundsatzfragen der Innenpolitik sowie des Staats- und Verfassungsrechts. Außerdem ist er zuständig für die Themen Sport, öffentlicher Dienst und die Zentralabteilung des Innenministeriums. Darüber hinaus ist er Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik (CIO) und verantwortlich für die Organisation und Modernisierung der Verwaltung. Der Jurist hat das Amt von Cornelia Rogall-Grothe übernommen, die zum 31. Juli 2015 in den Ruhestand getreten ist. Engelke ist seit dem Jahr 1999 im BMI beschäftigt. Dort war er zunächst Referent, bevor er 2003 zum Referatsleiter bestellt wurde. Von 2006 bis 2010 leitete er die Abteilung Terrorismus/Islamismus im Bundesamt für Verfassungsschutz. Nach seiner Rückkehr ins BMI übte er weitere Leitungsfunktionen im Bereich der Bundespolizei und der Terrorismusbekämpfung aus, bevor er 2014 den Leitungsstab des BMI übernahm.

Kriterien für Cloud-Dienste

Auf der Internet-Seite des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik sind jetzt die Kriterien zur Nutzung von Cloud-Diensten der IT-Wirtschaft durch die Bundesverwaltung veröffentlicht. Wie das Bundesministerium des Innern meldet, hat der Rat der IT-Beauftragten der Ressorts diese aktuell beschlossen. „Cloud-Dienste bieten erhebliche Chancen, aber auch Risiken“, sagt Hans-Georg Engelke, der auch Vorsitzender des IT-Rats ist. „Wo Daten und Geschäftsprozesse in fremde Hände gelegt werden, kann jedenfalls der Staat dies nur zu sehr bewusst gewählten Bedingungen tun.“ Dazu werden nicht nur hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit und des Datenschutzes gehören. Auch wirtschaftlich ausnutzbare Abhängigkeiten sind laut Engelke zu vermeiden. Ebenso müsse in jeder Planung bedacht werden, wie Daten sicher zurückzuerhalten sind und somit der Cloud-Anbieter gewechselt werden kann. „Die Kriterien fallen sicher und vorausschauend aus und sie verhindern auch nicht den geplanten Aufbau einer eigenen Bundes-Cloud“, erklärt der Staatssekretär weiter. Die Kriterien seien nur auf die Bundesverwaltung ausgerichtet: „Der Bund gibt sich selbst Eckpunkte für seine eigene Cloud-Nutzung vor, regelt damit aber nicht, wie Bürger oder Unternehmen Cloud-Technologien nutzen können.“ Bereits bestehende Cloud-Aktivitäten müssen laut dem BMI in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) regelmäßig schutzbedarfsbezogen überprüft werden. (ve)

http://www.cio.bund.de
http://www.bmi.bund.de

Stichwörter: Panorama, BMI, Hans-Georg Engelke, Cornelia Rogall-Grothe, BSI

Bildquelle: BMI

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Berlin: Hauptstadt-Verwaltung ohne Chatbot
[22.5.2024] Der altbewährte Berliner Verwaltungschatbot Bobbi wird zum Jahresende abgeschaltet, obwohl die Nutzerzahlen in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt – derzeit laufen Recherchen nach einem geeigneten System. mehr...
OWL-IT: Petershagen nutzt Unterlagen-App
[21.5.2024] Die Unterlagen-App Ula erleichtert das digitale Einreichen von Unterlagen bei einer Behörde. Mit der Stadt Petershagen führt eine weitere Verbandskommune im Zweckverband Ostwestfalen-Lippe-IT (OWL-IT) die Lösung ein. Neues Lernmaterial für Anwender wird ebenfalls erstellt. mehr...
OWL-IT entwickelt nicht nur die Unterlagen-App Ula weiter, sondern auch die Art und Weise, wie Nutzenden erforderliches Know-how vermittelt wird: Einsprechen der Learning Nuggets.
Sachsen-Anhalt: CIO-Innovationspreis verliehen
[17.5.2024] Der CIO-Innovationswettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt zeichnet Start-ups und junge Unternehmen aus, die digitale Lösungen für die Landesverwaltung entwickeln. Mit dem Preisgeld – für die drei Erstplatzierten in Form eines Entwicklungsauftrags – soll die Entwicklung innovativer Ideen, Demonstratoren und Prototypen unterstützt werden. mehr...
Deutscher Landkreistag: Nachfolge für Reinhard Sager
[14.5.2024] Im Herbst steht die Ablösung von Reinhard Sager an der Spitze des Deutschen Landkreistages an. Nun hat das Präsidium seiner Mitgliederversammlung einstimmig empfohlen, den Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises in Baden-Württemberg, Achim Brötel, als neuen Präsidenten einzusetzen. mehr...
Der Jurist, Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachmann Achim Brötel soll auf Reinhard Sager an der DLT-Spitze folgen.
Serie GovTech Start-ups: Für Entlastung sorgen Bericht
[13.5.2024] Für die vielfältigen Aufgabenbereiche in Kommunalverwaltungen entwickeln Start-ups digitale Tools, mit denen die Verwaltungsarbeit leichter von der Hand geht. Damit können Kommunen auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken. mehr...
Start-ups: Digitale Ideen für die Verwaltungsarbeit.
Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Panorama:
Telecomputer GmbH
10829 Berlin
Telecomputer GmbH
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
JCC Software GmbH
48149 Münster
JCC Software GmbH
Aktuelle Meldungen