Bayern:
ePR seit fünf Jahren im Einsatz


[26.7.2018] Seit fünf Jahren gibt es in bayerischen Standesämtern elektronische Personenstandsregister (ePR). Betrieben werden sie zentral im Rechenzentrum der AKDB. Ein Anlass zu feiern – und in die Zukunft zu blicken.

Bayern: Expertentreffen feierte fünften Geburtstag der elektronischen Personenstandsregister. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Expertentreffens „elektronische Personenstandsregister“ (ePR) am 4. Juli 2018 in München gab es diesmal einen besonderen Grund zu feiern: Vor fast auf den Tag genau fünf Jahren wurden die elektronischen Personenstandsregister in Bayern eingeführt. Seitdem haben die Behörden ihre alten Personenstandsbücher aus Papier archiviert. Viele Standesämter haben auch ihre Altfälle elektronisch nacherfasst, um die Papierregister abzuschaffen.
Bereits im Jahr 2009 hatte der Freistaat Bayern entschieden, dass die elektronischen Standesamtsregister nicht lokal bei den Standesämtern, sondern zentral im Rechenzentrum der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) betrieben werden sollten. Die Standesämter sparen damit nach Angaben des IT-Dienstleisters hohe Investitionen in ihre IT-Infrastruktur, inklusive Administrations- und Wartungsarbeiten, und müssen zudem die Langzeitarchivierung der Registerdaten nicht selbst fortführen. So verbleiben etwa Sterbeurkunden 30 Jahre im Register, bei Geburten sind es 110 Jahre. Im vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Rechenzentrum der AKDB seien diese Personendaten optimal geschützt.
Inzwischen sind in den ePR nach Angaben der AKDB über 6,5 Millionen Personenstandsurkunden zu Geburten, Eheschließungen, Lebenspartnerschaften und Sterbefällen gespeichert. Durchschnittlich 33.000 Zugriffe pro Tag seien vonseiten der bayerischen Standesämter zu verzeichnen. Dabei funktioniere die Datenabfrage reibungslos.
Auf dem diesjährigen Expertentreffen zum ePR wurden auch aktuelle Zukunftsthemen diskutiert. Dazu gehören laut AKDB etwa die elektronische Sammelakte sowie die digitale Langzeitarchivierung von Personenstandsurkunden. (bs)

http://www.akdb.de

Stichwörter: Fachverfahren, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Standesamtswesen, ePR, Bayern

Bildquelle: AKDB

Druckversion    PDF     Link mailen


Advantic
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
Bremen: Schweb.NET im Versorgungsamt
[17.7.2019] Die Software Schweb.NET soll künftig im Amt für Versorgung und Integration Bremen (AVIB) für optimierte Abläufe sorgen. mehr...
Fachverfahren: AMTSHILFE.net ausgeweitet
[16.7.2019] Positive Erfahrungen mit AMTSHILFE.net haben die Kommunen im Verbandsgebiet des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) gemacht. Seit diesem Monat gehört auch die Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) zu den Betreibern der Lösung. mehr...
Kreis Haßberge: Aus vier wird eins Bericht
[10.7.2019] Agil und vollkommen digitalisiert – so soll das Jugend- und Sozialamt des Kreises Haßberge in Zukunft beschaffen sein. Schrittweise ersetzt jetzt eine Komplett-Software die vier bislang eingesetzten Fachverfahren der bayerischen Kommune. mehr...
Kreis Haßberge will Sozialwesen zukunftsfähig machen.
krz: Blaupause für OZG-Services?
[10.7.2019] Im Verbandsgebiet des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) werden die G2B-Online-Services der Kommunen derzeit detailliert mit Fokus auf das OZG untersucht. Die Leistungen, die für die weitere Digitalisierung vorbereitet werden, könnten als Blaupause für ganz NRW dienen. mehr...
Braunschweig: Per Mausklick zum Betreuungsplatz
[3.7.2019] Ein Online-Portal zur Anmeldung in Kindertagesstätten bietet jetzt die Stadt Braunschweig an. Eltern erhalten darüber Informationen zu den unterschiedlichen Angeboten und können ihr Kind für bis zu vier Betreuungseinrichtungen vormerken. mehr...