Bayern:
Digitales Etappenziel erreicht


[13.1.2021] Bayern hat zum Jahreswechsel wichtige Etappenziele bei der Digitalisierung erreicht: So stehen den Kommunen jetzt wie geplant für die wichtigsten Verwaltungsleistungen Online-Dienste zur Verfügung. Ein neues Online-Verfahren für die Beantragung von Aufenthaltstiteln soll zudem die Arbeit der Ausländerbehörden erleichtern.

Ein neues Online-Verfahren im BayernPortal erleichtert ausländischen Fachkräften, die in einem Unternehmen arbeiten möchten, künftig die Beantragung von Aufenthaltstiteln. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Digitalministerin Judith Gerlach bekanntgaben, betrifft das die „Blaue Karte EU“ sowie die „Aufenthaltserlaubnis für Fachkräfte mit beruflicher und akademischer Ausbildung“.
„Wir stellen dieses Online-Verfahren ab sofort allen Ausländerbehörden zur Verfügung“, erklärt Herrmann. „Die Unternehmen müssen die ausländischen Fachkräfte dann nicht mehr extra für langwierige Behördengänge freistellen. Die Arbeitnehmer wiederum sparen sich den Gang zur Ausländerbehörde, können ihren Antrag 24 Stunden, sieben Tage die Woche stellen und werden vom System leicht verständlich durch das gesamte Verfahren gelotst.“ Die unkomplizierte Online-Beantragung von Aufenthaltstiteln ist laut dem Innenminister ein weiterer Baustein, um den Freistaat für Fachkräfte attraktiv zu machen. Zudem leiste das Online-Verfahren einen Beitrag zur Entlastung der bayerischen Ausländerbehörden.
Zum Jahreswechsel hat Bayern nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales zudem ein wichtiges Etappenziel erreicht: Wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, stehen den Kommunen seit Ende 2020 für die wichtigsten Verwaltungsleistungen – etwa die Beantragung des Familiengeldes oder einer Geburtsurkunde – Lösungen für Online-Anträge zur Verfügung. Wie das Ministerium weiter berichtet, befinden sich einige der Services noch bei ausgewählten Kommunen in der Pilotierung, um die Anträge an den Bedürfnissen der Kommunen und Bürger auszurichten. Diese sollen den Kommunen in den nächsten Monaten bereitgestellt werden.
Digitalministerin Judith Gerlach: „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Digitalisierung der Verwaltung in Bayern. Die bayerischen Rathäuser, Landratsämter und Bezirksregierungen können jetzt ihre wichtigsten Dienstleistungen online anbieten. Für die Bürger wird es damit deutlich einfacher, zum Beispiel Wohngeld zu beantragen oder ihren Hund anzumelden.“
Die zentral vom Freistaat Bayern bereitgestellten kommunalen Online-Dienste können von den Kommunen über das Redaktionssystem des BayernPortals im so genannten BayernStore sukzessive abonniert werden. Dieses Prinzip ermöglicht laut dem Digitalministerium einen schnellen und unkomplizierten Roll-out der Online-Dienste bei den kommunalen Vollzugsbehörden in ganz Bayern. (bs)

https://www.freistaat.bayern
https://www.stmd.bayern.de

Stichwörter: Fachverfahren, Bayern, OZG, Ausländerwesen



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fachverfahren
Frankfurt am Main: Digitalisierung der Bauaufsicht
[2.12.2021] Frankfurt am Main erhält Fördermittel für die weitere Digitalisierung in der Bauaufsicht. Damit soll ein Migrationsprojekt unterstützt werden, das es erlaubt, eine Verbindung zum Hessischen Bauportal DigiBauG herzustellen. Eine Nachnutzung für andere Kommunen ist geplant. mehr...
Kreis Borken: Digitalisierung im Rettungsdienst
[1.12.2021] Der Kreis Borken investiert stetig in die Digitalisierung seines Rettungsdienstes. Aktuell leistet die IT in vier Bereichen Unterstützung. mehr...
Vereint für einen digitalisierten Rettungsdienst: Mitglieder der Feuer- und Rettungswache sowie der Kreisverwaltung Borken.
Bremen: Vereinheitlichung des Unternehmenskontos
[24.11.2021] Auf Basis der ELSTER-Technologie setzt Bremen jetzt wichtige Module beim Unternehmenskonto um. Den Auftrag hierfür hat die Freie Hansestadt vom IT-Planungsrat erhalten. mehr...
Bei der Vertragsunterzeichnung.
Göttingen: Per Klick zum Kita-Platz
[24.11.2021] In der Stadt Göttingen erfolgt die Vergabe von Kita-Plätzen ab sofort digital und zentral. Über das neue Portal Kita-Platz von Hersteller Nolis können Eltern sich umfassend informieren und ihre Anmeldung abgeben. mehr...
Darmstadt: Online-Service im Meldewesen
[22.11.2021] Die Stadt Darmstadt hat einen neuen Online-Service im Meldewesen gestartet. Zahlreiche Dokumente können nun ohne Vorsprache digital beantragt werden. Auch die Bearbeitungszeiten verkürzen sich. mehr...
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021
Kommune21, Ausgabe 9/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fachverfahren:
KDN.sozial
33100 Paderborn
KDN.sozial
G&W Software AG
81671 München
G&W Software AG
ekom21 – KGRZ Hessen
35398 Gießen
ekom21 – KGRZ Hessen
Aktuelle Meldungen