Vitako:
Stellungnahme zum eID-Gesetzentwurf


[21.5.2021] Während einer Experten-Anhörung vor dem Bundestagsinnenausschuss sprach sich der Vitako-Vorstand und AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer für den eID-Gesetzentwurf der Bundesregierung aus.

Während einer Expertenanhörung vor dem Bundestagsinnenausschuss hat der Vitako-Vorstand und AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer den eID-Gesetzentwurf begrüßt. Die Gesetzesvorlage der Bundesregierung zur Einführung eines elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät (Drucksache 19/28169) ist aus Sicht Schleyers zu begrüßen, da sie potenziell die Anwenderbasis des neuen Personalausweises (nPA), des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) und der elektronischen Identität (eID) erhöht. Soweit der Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und der SPD berücksichtigt werde, ergäbe sich zudem eine für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung sinnvolle und notwendige Erleichterung bei der Abfrage von Lichtbild und Unterschrift, soweit die Länder von der Regelungsbefugnis Gebrauch machen.

Ausgewogenheit bei den Sicherheitsanforderungen

Jede praxis- und bürgernahe Form einer elektronischen Identität könne der Verwaltung wie der Privatwirtschaft dabei helfen, sichere und personenbezogene Angebote umzusetzen, erklärte die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister, Vitako. Eine Lösung wie der nPA/eAT auf dem Smartphone könne durch eine erhöhte Akzeptanz die notwendigen Netzwerkeffekte für eine breitflächige Nutzung entfalten. Wichtig sei allerdings, dass eine Ausgewogenheit zwischen dem eIDAS-Vertrauensniveau und dem Verzicht auf überschießende Sicherheitsanforderungen gewahrt bliebe. Eine softwareseitige Absicherung, in Abstimmung mit den Betriebssystem-Herstellern der Smartphones, wäre nach Einschätzung von Vitako zielführend. Die Stellungnahme zum eID-Gesetz des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber werde von Vitako unterstützt.

Dezentrale Lösung schafft Mehrkosten

Bezüglich einer zentralen Speicherung von Passbildern in zentralen Registern der Länder sei auf die positiven Erfahrungen mit den Landesmelderegistern im Rahmen der melderechtlichen Behördenauskunft zu verweisen, so Schleyer. Zu den Vorteilen eines landesweiten Pass- und Ausweisregisters zählten unter anderem deren hohe Verfügbarkeit, die Nutzung vorhandener Infrastrukturen in analoger Anwendung der Struktur der Landesmelderegister und die nur einmalige Investition für die Schaffung solcher Register je Bundesland. Insgesamt sei laut Schleyer davon auszugehen, dass eine dezentrale Ausgestaltung für die Kommunen deutliche Mehrkosten gegenüber zentraler Passregister auf Landesebene nach sich zieht. Auch hinsichtlich der IT-Sicherheit habe ein zentrales Register Vorteile. (sib)

https://www.vitako.de
Entwurf eines Gesetzes zur Einführung eines elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät (PDF, 542 KB) (Deep Link)

Stichwörter: Panorama, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Vitako, eID



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Vitako: Digitale Mitgliederversammlung
[7.12.2021] Die im Laufe dieses Jahres begonnene Debatte zur künftigen Ausrichtung der kommunalen IT-Dienstleister in der sich rasch entwickelnden Digitalisierung stand im Mittelpunkt der jetzt abgehaltenen digitalen Mitgliederversammlung von Vitako. mehr...
Kreis Waldeck-Frankenberg: Gemeinsam gegen Digitalisierungslücken
[6.12.2021] Im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg sind bisher nur wenige kleine Kommunen mit der OZG-Umsetzung vorangekommen. In interkommunaler Zusammenarbeit wollen vier Gemeinden jetzt alle Digitalisierungslücken schließen – und andere Kommunen an den Erfahrungen teilhaben lassen. mehr...
Meine-Energie: Neues Energiekonto Kommunal
[3.12.2021] Volle Transparenz bei Energiekosten und -verbrauch auch für Kommunen – dies ermöglicht jetzt das neue Energiekonto Kommunal von Meine-Energie. mehr...
Handyparken: Vorteile in der Wintersportsaison
[3.12.2021] Ermäßigte Parktarife zum Skipass oder Bergbahnticket sind ein attraktives Angebot in der Wintersportsaison. Mithilfe von Park-Apps können Tourismusregionen diese Zusatzleistung einfach und kostengünstig umsetzen. mehr...
Von der hohen Akzeptanz beim Handyparken profitieren auch die Parkplatzbetreiber.
Kassel: Dokumentenausgabe im Einkaufszentrum
[2.12.2021] In Kassel können Bürger ihre im Rathaus beantragten Dokumente jetzt auch im Kaufhaus abholen. Möglich macht dies eine Dokumentenausgabebox, die Stadtverwaltung und städtische Unternehmen in einem neuartigen Service Point im Einkaufszentrum anbieten. mehr...
Die Biometric Group unterstützt gern die Dokumentenausgabe im Kassel Service Point via DokBox, sagt Michael Schmidt Barsöe, Country-Manager, Biometric Group.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021
Kommune21, Ausgabe 9/2021

Aktuelle Meldungen