Leipzig:
Produktiver Open Data Hackathon


[10.7.2023] Die Gewinner-Teams des Leipzig Open Data Hackathons stehen fest. Erstplatziert wurde ein Ansatz zur Ermittlung verkehrsberuhigter Wohnquartiere. Geeignete Orte werden datenbasiert identifiziert und anhand infrastruktureller und lebensqualitätsbezogener Kriterien bewertet.

Welche mögliche Nutzungen gibt es für kommunale Daten? Während eines Open Data Hackathons in Leipzig sollten innovative Ideen entwickelt werden, um städtische Daten schneller und effektiver zu den Menschen zu bringen. Nun stehen die Preisträger des Coding-Wettbewerbs fest. Im Rahmen der Data Week zeichnete Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning die vier Gewinner aus. Über 30 IT-Begeisterte in neun Teams hatten sich mit digitalen Lösungen für die Stadt Leipzig beschäftigt, wie der Ausrichter des Wettbewerbs, das Amt für Statistik und Wahlen, berichtet. Eine Fachjury bestehend aus Mitgliedern der Stadtverwaltung, des IT-Dienstleisters Lecos sowie der Forschungs- und Transferinstitute Scads.AI und InfAI hatte die Platzierungen vergeben.
In der Kategorie Offenes Thema gewann das öffentliche Beratungsunternehmen PD-G. Das Team stellte einen innovativen Ansatz zur Ermittlung von verkehrsberuhigten Wohnquartieren vor, die auch als Superblocks bezeichnet werden. Das Konzept stammt aus Barcelona, in Leipzig wird es derzeit für den Ortsteil Volkmarsdorf erprobt. Das Team von PD-G konnte mit seinem Verfahren zeigen, dass weitere Superblocks effizient identifiziert werden können. Diese Daten ermöglichen eine nachhaltige und klimaresiliente Verkehrsplanung.

Lösungen auch für andere Kommunen zugänglich

In der Kategorie KI für die Stadtentwicklung teilten sich zwei Projekte das Siegertreppchen: Ein Preis ging an das von Eric Schöbel entwickelte MIRA-Analyse-Tool, das städtische Daten mit intelligenten Verfahren auswertet und visualisiert. Darüber hinaus erhielt das Unternehmen Akkodis eine Auszeichnung. Dessen Mitarbeiter führten Untersuchungen zur Effizienzverbesserung im städtischen Verkehr durch. Durch die Kombination frei verfügbarer Datensätze sowie eigener Datenerhebungen gewann das Team Erkenntnisse in den Bereichen Elektromobilität, Verkehrsmittelwahl und Unfallvermeidung. Die Kategorie Optimierung Open-Data-Portal entschied Leander Seige für sich: Er hat eine einsatzfähige Schnittstelle für Bilddateien des Stadtarchivs entwickelt, die künftig bei digitalen Ausstellungen von Leipziger Kultureinrichtungen verwendet werden könnte.
Der Auszeichnung vorangegangen war eine mehrmonatige Projektphase, in der die innovative Kraft offener Daten für die Stadtentwicklung erprobt wurde. Unter dem Motto „Daten befreien“ hatten Studenten, Unternehmen und Entwickler an eigenen Vorhaben zur Bewältigung urbaner Herausforderungen gearbeitet. Damit die während des Hackathons erstellten Software-Werkzeuge und Datensammlungen auch für andere Kommunen nutzbar sind, werden sie zeitnah unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt. (sib)

https://www.leipzig.de/hackathon

Stichwörter: Panorama, Lecos, Scads.AI, InfAI, Leipzig, Open Data



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
München: IT-Referat tritt NExT bei
[10.6.2024] Das IT-Referat der Stadt München ist neues Mitglied im gemeinnützigen Netzwerk NExT. Ziel des Netzwerks ist es, gemeinsam mit anderen Verwaltungsorganisationen die digitale Transformation voranzutreiben. mehr...
Besigheim/Wertheim: Ohne Schranken parken
[7.6.2024] Im Enzparkhaus Besigheim und in der Parkgarage Altstadt in Wertheim wurde jetzt die Parkraum-Management-Lösung des Anbieters Peter Park eingeführt, die ein Parken ohne Schranken und Tickets ermöglicht. mehr...
Parkgarage Altstadt in Wertheim: Hier ist die Einfahrt künftig ohne lästiges Ticketziehen möglich.
Augsburg/München/Nürnberg: Digitalisierung gemeinsam anpacken
[3.6.2024] Bei der Verwaltungsdigitalisierung kooperieren München, Augsburg und Nürnberg. Nun fand in Augsburg ein Treffen statt, bei dem die strategischen Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit gestellt wurden. mehr...
Das strategische Jahrestreffen der Digitalkooperation M-A-N fand im Fürstenzimmer des Augsburger Rathauses statt.
Stuttgart: Neue Kita-App für bessere Kommunikation
[31.5.2024] Apps können die Kommunikation zwischen Kitas und Eltern erleichtern und beide Seiten entlasten. In Stuttgart kommt dafür jetzt in allen 147 städtischen Einrichtungen die App Juko des Herstellers Assemble zum Einsatz. mehr...
In Stuttgart soll die Kita-App Juko künftig die Kommunikation zwischen Kindertagesstätten und Eltern vereinfachen.
Bremen: Personaldokumente ohne Termin abholen
[31.5.2024] In Bremen ist es ab sofort möglich, beantragte Reisepässe und Personalausweise ohne Termin abzuholen. Dazu stellt die Hansestadt in mehreren Bürgerämtern Dokumentenausgabeboxen bereit. Damit werden bei den Sachbearbeitern dringend benötigte Kapazitäten frei. mehr...
Die Dokumentenboxen in den Bremer Bürgerservicezentren bieten eine schnelle und unkomplizierte Abholung von Dokumenten.