Mönchengladbach:
Fachbereich Geoinformation hebt ab


[12.4.2018] Zur Vermessung von Gebäuden, Hallen und Bauflächen nutzt die Stadt Mönchengladbach künftig eine Drohne. Drei Mitarbeiter des Fachbereichs Geoinformation haben sich dafür zum Drohnenpiloten ausbilden lassen.

Gebäude, Hallen und Bauflächen werden in Mönchengladbach künftig aus der Luft vermessen. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben hat sich die Vermessungsabteilung der Stadt Mönchengladbach bislang traditioneller Messtechnik bedient. Mit der Beschaffung eines Unmanned Aerial Vehicle (UAV) hat sich das grundlegend geändert.
Wie die Stadt berichtet, handelt es sich bei der Vermessungsdrohne mit dem klangvollen Namen AIBOT X6 V2 um einen Hexakopter mit sechs Rotoren. Die Drohne habe einen stattlichen Durchmesser von 105 Zentimetern, wiege 4,6 Kilogramm und sei speziell für professionelle Anwender entwickelt worden. An Bord befindet sich ein hochgenauer Satelliten-Empfänger mit Echtzeit-GPS; damit können nach Angaben der Stadt Mönchengladbach auf einen Zentimeter genaue Daten generiert werden. Um die komplexe Technik inklusive Flugvorbereitung und Datenauswertung der Profi-Drohne zu beherrschen, hätten drei Vermessungsingenieure des Fachbereichs Geoinformation an einer fünftägigen Ausbildung mit anschließender Zertifizierung zum Drohnenpiloten teilgenommen.
Die Aufgabenfelder für den Einsatz einer Vermessungsdrohne sind weit gespannt. „Sie kann zum Beispiel zur Visualisierung von städtischen Immobilienprojekten, zur Erstellung von digitalen Geländemodellen, des 3D-Stadtmodells, von Planungsgrundlagen, für Zustandserfassungen für städtische Maßnahmen- und Unterhaltsplanungen und vieles mehr eingesetzt werden“, erklärt Gregor Bonin, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter bei der Stadt Mönchengladbach. Die Technologie überzeuge insbesondere bei der Geodatenerfassung an schwer zugänglichen Objekten oder Liegenschaften. „Im Hinblick auf die Projekt- und Maßnahmenumsetzungen im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg + Wachsende Stadt und der damit verbundenen Datenerhebung in allen Facetten des Planens und Bauens bietet diese innovative Technologie einen deutlichen Mehrwert und erhebliche Einsparungspotenziale“, so Gregor Bonin weiter.
„Zukünftig wird zudem die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) eine große Rolle spielen“, führt Rüdiger Zachert, Fachbereichsleiter Geoinformation bei der Stadt Mönchengladbach an. „Für ein konsistentes Datenmodell ist es zwingend erforderlich, alle Informationen systematisch digital zu erheben und zu dokumentieren. Die Vermessungsdrohne ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau dieser Datenbasis.“ (bs)

www.moenchengladbach.de

Stichwörter: Geodaten-Management, Vermessung, Drohne, Building Information Modeling (BIM), Mönchengladbach

Bildquelle: Stadt Mönchengladbach, FB 62

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