Märkischer Kreis:
Biometrische Daten selbst erfassen


[27.4.2021] Die Ausländerbehörde im Märkischen Kreis stellt einen neuen kostenfreien Service bereit: An zwei so genannten Speed-Capture-Portalen können biometrische Passfotos erstellt sowie Fingerabdrücke und Unterschriften digital erfasst werden.

Stellten ihr Gemeinschaftsprojekt, das Selbstbedienungsterminal für biometrische Fotos vor. „Oft mussten wir die Antragsteller wieder wegschicken, weil die Fotos zu alt waren oder nicht den biometrischen Erfordernissen entsprachen“, berichtet Kai Budde, Leiter der Ausländerbehörde im Märkischen Kreis. Zwei Selbstbedienungs-Terminals sollen das jetzt ändern. Wie die nordrhein-westfälische Kommune berichtet, können die Antragsteller darüber die für Aufenthaltstitel und Duldungen erforderlichen biometrischen Passbilder kostenfrei selbst erstellen. Gemeinsam mit Fingerabdrücken und einer Unterschrift, die ebenfalls über das Terminal eingescannt werden können, werden die Daten dann digital an den zuständigen Sachbearbeiter übermittelt. „Das Gerät stellt sich automatisch auf die Körpergröße ein, sodass das Terminal auch problemlos von Kindern und Rollstuhlfahrern genutzt werden kann“, erklärt Tobias Lirsch von der Ausländerbehörde Märkischer Kreis. Die Antragsteller werden mit Bildern durch den Erfassungsprozess geführt. Die Bedienungsanleitung lässt sich außerdem in sechs verschiedenen Sprachen abrufen. Auch führt das Terminal eine sofortige Qualitätskontrolle der eingespeisten Daten durch: „Werden die Qualitätsanforderungen zum Beispiel beim biometrischen Passbild nicht erfüllt, wird der jeweilige Erfassungsschritt wiederholt“, sagt Lirsch. Für den nötigen Datenschutz wurde laut Kreisangaben ebenfalls gesorgt. Alle Datenübertragungen erfolgen verschlüsselt und werden nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht. Dank Fördermitteln der Integrationspauschale des Landes Nordrhein-Westfalen kann der Kreis den Service kostenlos anbieten. (th)

https://www.maerkischer-kreis.de

Stichwörter: Digitale Identität, Märkischer Kreis

Bildquelle: Ulla Erkens; Märkischer Kreis

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